Lichtblick für die Angestellten des konkursiten Kupferverarbeiters Swissmetal Industries: Die Gewerkschaft Unia und die Angestellten Schweiz haben in ihren Verhandlungen einen neuen Sozialplan erreicht, obwohl sich das Unternehmen derzeit in Nachlassstundung befindet.

Gegen die Kündigung des bisherigen Sozialplans auf Ende Juni durch die Firma hatten sich die Unia und die Angestellten Schweiz gewehrt. Gemeinsam mit den Personalkommissionen bestanden sie auf der Weiterführung des Sozialplans. Nach harten Verhandlungen sei es nun gelungen, eine Lösung für einen neuen Sozialplan zu finden, teilten die Personalvertreter in einem Communiqué mit. Der neue Sozialplan regle die Frage der Abgangsentschädigung neu. Damit würden die Mitarbeiter im Falle einer Entlassung weiterhin Schutz geniessen.

Abstriche habe man hingegen namentlich beim Kündigungsschutz, bei der Weiterbildung, bei der Umzugsentschädigung und bei den Frühpensionierungsmöglichkeiten machen müssen. Dennoch hätten die Belegschaften der Werke von Reconvilier BE und Dornach SO das Ergebnis an Betriebsversammlungen genehmigt, hiess es weiter.

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Der neue Sozialplan trete rückwirkend auf den 1. Juli 2012 in Kraft und gelte für die rund 240 Angestellten bis Ende August 2013, wie Unia-Sektorleiter Beda Moor auf Anfrage sagte. Ab Mai des nächsten Jahres werde der Sozialplan bei Bedarf neu verhandelt.

(muv/rcv/sda)