Ende Dezember fand die letzte bemerkenswerte Regung bei Swissmetal statt: Die Aktie des Dornacher Buntmetallverabeiters vollzog einen fulminanten Kurssprung von rund 350 Prozent, weil die Nachricht die Runde gemacht hatte, dass für die einzelnen Unternehmensteile potenzielle Käufer gefunden worden seien. Am 20. Dezember sprach Swissmetal denn auch offiziell von «konkreten Angeboten», was sich aber bis heute nicht bestätigt hat.

Trotzdem haben die jüngsten Turbulenzen auch die Planspiele bei den Behörden vorangetrieben: Das Areal am Hauptsitz in Dornach umfasst rund 14 Hektar - und ist bereits in den vergangenen Jahren sukzessive zur Industriebrache verkommen. Oder es wurde bereits umgenutzt und Kleinunternehmern zur Verfügung gestellt.

Funkstille hält an

Gemäss einem Bericht der «Basler Zeitung» («BaZ») glaubt der Dornacher Gemeindepräsident Kurt Henzi nicht mehr daran, dass Swissmetal an diesem Standort noch einmal aufblühen werde. Auch der Gemeinde gegenüber herrsche nach wie vor Funkstille. So nimmt das Swissmetal-Gelände mittlerweile eine zentrale Rolle bei der Entwicklung eines Gesamtverkehrskonzepts für die Region Birseck ein. «Es besteht ein Zerstückelungsverbot», wird Henzi in der «BaZ» zitiert. 

Ein Verkauf des Areals wäre auch für Swissmetal äusserst lukrativ: Henzi veranschlagt den Quadratmeterpreis für Industrieland auf mindestens 700 Franken, bei Bauland werden in Dornach rund 1200 Franken erzielt. 

Kursfeuerwerk auf tiefem Niveau

Das letzte Wort dürften die potenziellen Käufer haben, von denen nach wie vor jede Spur fehlt - dies obwohl Swissmetal noch Ende Dezember von «zügig vorangetriebenen» Verhandlungen im Januar sprach.

Der Hedge Fund Laxey jedenfalls nutzte damals den Kurssprung zum Ausstieg - trotzdem ein Verlustgeschäft: Die Briten waren 2006 bei einem Aktienkurs von rund 16 Franken eingestiegen. Der Verkaufserlös im Dezember erreichte nicht einmal 2 Franken. Das Allzeithoch notiert übrigens vom Mai 1998: Damals zahlten Investoren für Swissmetal mehr 120 Franken.

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