Trotz guter Konjunkturlage hat der Buntmetallverarbeiter Swissmetall im Geschäftsjahr 2010 Verluste geschrieben. Der konsolidierte Brutto-Umsatz um 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Er lag 2010 bei 270,8 Millionen Franken. Einen Gewinn konnte das Unternehmen nicht erwirtschaften: Swissmetall liegt mit 7,7 Millionen Franken in den roten Zahlen.

In diesen operativen Verlust (EBIT) nicht eingerechnet sind Sonderaufwendungen für die Tochter Swissmetal Design Solutions SG (ATMOVA), die der Konzern wie angekündigt verkaufen will. Die separat ausgewiesenen Effekte drücken den Gruppen-EBIT zusätzlich mit 11,7 Millionen Franken.

ATMOVA entwickelt und vertreibt ein neuartiges System zur Gewinnung von Energie über Dachziegel. Swissmetal verfügt laut Communiquè nicht über die Mittel, um das neue Produkt im Markt zu etablieren.

Der operative Verlust von 7,7 Millionen Franken beim weitergeführten Geschäft war immerhin um 6,7 Millionen Franken geringer als im Vorjahr. Eine Last waren dabei der starke Franken und der schwache Euro: Bei in der Euro-Zone verkauften Produkten resultierte wegen des schlechten Wechselkurses ein Minus von 3,2 Millionen Franken.

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Swissmetal schreibt seit längerem rote Zahlen. Für das laufende Jahr zeigte sich das Unternehmen indes optimistisch. Besonders in den Bereichen Steckverbindungen und Kraftwerksbau zeigten die Märkte deutlich nach oben. Das erste Quartal 2011 verlaufe erfreulich.

(laf/awp)