Der Solarflieger «Solar Impulse 2» landete im Juli 2016 in Abu Dhabi. Es war die finale Station der 43'000 Kilometer langen Reise, die rund 170 Millionen Franken verschlungen hat. In einem Buch ziehen Bertrand Piccard und André Borschberg nun Bilanz. Titel: «Objectif Soleil – Deux hommes et un avion».

Das Buch erscheint morgen Mittwoch. Piccard soll alles von Hand geschrieben haben – mit einem Kugelschreiber der Genfer Firma Caran d’Ache. Das wars dann aber mit der Swissness, die Piccard gemäss eigenen Ausagen am Herzen liegt. Denn der Verleger ist französisch. Das altehrwürdige Pariser Haus Stock, das bereits die Werke von Rousseau und Voltaire veröffentlichte, lanciert das Buch, das hierzulande nur mit einem Schweizer Aufpreis erhältlich ist. Französische Kunden zahlen 22 Euro; das Schweizer Klientel muss 38 Franken dafür hinblättern.

Zwölf Jahre Arbeit

Die beiden Schweizer Abenteurer und Wissenschaftler Bertrand Piccard und André Borschberg wollten mit der Erdumrundung im Solarflieger für die Nutzung erneuerbarer Energien werben. Die Waadtländer tüftelten zwölf Jahre an dem aus Karbonfasern gebauten und mit 17'200 Solarzellen versehenen Flieger.

Das Experimentierflugzeug hob am 9. März 2015 im Golfemirat Abu Dhabi ab und flog über Indien und China nach Hawaii. Wegen eines Batterieschadens musste das Team auf der Pazifikinsel neun Monate pausieren. Danach ging die Reise weiter nach Kalifornien, über mehrere Stationen nach New York und via Europa und den Nahen Osten zurück zum Ausgangspunkt.

(ise)