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Sesselwechsel
Swissport-Chef soll bei Bilfinger Steuer übernehmen

Per Utnegaard: Der Norweger soll eine neue Aufgabe erhalten. Swissport

Der bisherige Chef des Schweizer Flugzeugabfertigers Swissport, Per Utnegaard, soll laut Berichten künftig an der Spitze des deutschen Baukonzerns Bilfinger stehen.

Veröffentlicht am 05.02.2015

Der Norweger Per Utnegaard soll einem Zeitungsbericht zufolge neuer Chef des Bau- und Dienstleistungskonzerns Bilfinger werden. Der 54-jährige Chef des Schweizer Flughafendienstleisters Swissport solle auf der Bilfinger-Aufsichtsratssitzung am Dienstag kommender Woche als neuer Vorstandschef präsentiert werden, berichtete das «Handelsblatt» am Donnerstag vorab unter Berufung auf Branchenkreise.

Bilfinger äusserte sich nicht zu dem Bericht. Ein Sprecher verwies auf ein früheres Statement, wonach der Aufsichtsrat Gespräche mit Kandidaten für den Vorstandsvorsitz und das Finanzressort führe, aber noch keine Entscheidungen getroffen habe. Namen der Kandidaten nannte Bilfinger nicht. Das Wirtschaftsmagazins «Bilanz» hatte zuvor berichtet, der frühere ProSieben-Sat.1-Manager Axel Salzmann (56) solle Finanzchef werden.

Tiefbau-Geschäft an Implenia verkauft

Utnegaard würde dem Interims-Vorstandschef Herbert Bodner nachfolgen, der vergangenes Jahr nach dem überraschenden Rücktritt des früheren hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch als Bilfinger-Chef wieder das Ruder bei dem Mannheimer Konzern in die Hand genommen hatte.

Bilfinger hatte sich in den vergangenen Jahren von einem Bau- in einen reinen Dienstleistungskonzern gewandelt. Erst im Dezember hatte er das Tiefbau-Geschäft an den Schweizer Branchenführer Implenia verkauft. Bilfinger will sich stärker auf Dienstleistungen rund ums Bauen ausrichten - das Gebäudemanagement sowie die Modernisierung und Wartung von ganzen Industrieanlagen und Kraftwerken.

Bilfinger unter Druck

Das im Nebenwerteindex MDax gelistete Unternehmen steht unter starkem Druck seines Grossaktionärs Cevian. Der für seine Eingriffe in die Unternehmensstrategie bekannte Investor hatte die Trennung vom Baugeschäft forciert. Im August warf dann Koch nach zwei Gewinnwarnungen innerhalb kürzester Zeit das Handtuch bei Bilfinger.

(awp/dbe)

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