Das kürzlich nach China verkaufte Bodenabfertigungsunternehmen Swissport zieht sich aus London Gatwick zurück. Die Aktivitäten in London Gatwick werden per 9. November an das schwedische Abfertigungsunternehmen Aviator LGW verkauft, wie Swissport und Aviator am Donnerstag mitteilten.

Zum Verkaufspreis wurden keine Angaben gemacht. Swissport begründete den Verkauf mit kürzlich eingetretenen Verlusten von Aufträgen britischer Fluggesellschaften und einer umfassenden Neubeurteilung der Geschäfte in London Gatwick. Keine weitere britische Niederlassung sei von Massnahmen betroffen und die Beschäftigten in Gatwick seien informiert worden.

Rund 750 Beschäftigte wechseln zu Aviator

Aviator-Konzernchef Paul Synnott zeigte sich in der Firmenmitteilung erfreut über die Akquisition. Das Unternehmen setzte damit seine Strategie fort, die Aktivitäten auf dem zweitgrössten britischen Flughafen auszuweiten. Durch die Übernahme würden zu den aktuell 1000 Beschäftigten in Grossbritannien weitere rund 750 Mitarbeitende zum Unternehmen stossen. Gesamthaft beschäftigt Aviator 4200 Personen.

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Aviator, mit Hauptsitz in Stockholm, ist nach eigenen Angaben an 23 Flughäfen in Nordeuropa und Grossbritannien aktiv. Mehrheitseigentümer ist der Investmentfonds Accent Equitiy.

Frühere Swissair-Tochter

Swissport betreut nach eigenen Angaben an 270 Flughäfen in 48 Ländern jährlich rund 224 Millionen Passagiere und fertigt 4,1 Millionen Tonnen Fracht für 700 Fluggesellschaften ab.

Der chinesische Luftfahrt- und Tourismuskonzern HNA Group hatte den weltgrössten Flugzeugabfertiger Swissport Ende Juli für 2,73 Mrd. Franken gekauft. Die frühere Swissair-Tochter befand sich zuvor im Besitz der französischen Beteiligungsgesellschaft PAI Partners.

(sda/mbü/ama)