Die Schweizer Onlinebank Swissquote kooperiert mit dem englischen Fussballclub, um die Auslandsexpansion voranzutreiben. Für 3,3 bis 4 Millionen Franken erhält das Unternehmen Zugang zur Fandatenbank und darf ihr Logo auf der Internetseite und den Publikationen des Fussballklubs platzieren. Folgt nun der grosse Sprung nach England?

«Der englische Markt ist nicht Zielmarkt im eigentlichen Sinn», antwortet Swissquote-CEO Marc Bürki. «Ziel ist vielmehr alles ausserhalb Englands, insbesondere Asien und der Nahe Osten, wo das Unternehmen auch Swissquote eigene Geschäftsstellen betreibt.» Das gilt für Hongkong und Dubai.

ManU gehört zu den bekanntesten Clubs der Welt

Keine andere europäische Fussballliga ist in Asien so beliebt wie die britische Premier League. Das Geschäft mit dem runden Leder boomt auch dort – und kein Verein ist bekannter als Manchester United. Weltweit hat der Verein geschätzt rund 650 Millionen Anhänger – und ist umsatztechnisch der zweitgrösste weltweit (siehe Bildergalerie oben).

So sichert sich Swissquote mit dem Deal auch den Zugang zur Fandatenbank des Vereins mit 120 Millionen Kontakten. «Es geht darum, unseren Bekanntheitsgrad zu fördern», sagt Bürki.

Reputation und Banklizenz ist eine Trumpfkarte

Und wie unterscheidet sich Swissquote von der Konkurrenz? «Im Forexhandel gibt es viele Anbieter mit unterschiedlich starker Regulierung», sagt Bürki. So ist es beispielsweise möglich, in Zypern mit einer vergleichsweise geringen Eigenkapitalhinterlegung zu operieren. Swissquote muss mit Sitz in der Schweiz aber eine Banklizenz haben und wird daher wie eine Bank reguliert und beaufsichtigt.

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«Manchester United hat uns ausgewählt», sagt Bürki. Der englische Traditionsverein suchte im Forex-Bereich einen Partner und nahm bald mit dem Schweizer Anbieter Kontakt auf. «Für uns spricht unsere Reputation, die Banklizenz und Dienstleistungsqualität», so Bürki zu den Vorzügen von Swissquote.