Die Internetbank Swissquote verdient dank der Übernahme des Online-Fremdwährungshändlers ACM kräftig dazu. So konnte die Bank den Reingewinn in den ersten neun Monaten 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 33,9 Prozent auf 26,3 Millionen Franken steigern.

Der Gesamtertrag stieg um 38,5 Prozent auf 100,2 Millionen Franken, wie Swissquote mitteilte. Dabei hätten alle drei Sparten - Kommissions-, Zins- und Handelsgeschäft - zulegen können.

Im Handelsgeschäft führte der Kauf von ACM dazu, dass der Ertrag um 126,4 Prozent auf 38,4 Millionen Franken in die Höhe kletterte. Der Ertrag sei gestiegen, obwohl die in Dollar realisierten Handelserträge derzeit massiv unter dem starken Franken leiden würden, schreibt Swissquote in ihrer Mitteilung.

Deutliche mehr Kunden-Transaktionen

Da die Swissquote-Kunden im dritten Quartal deutlich mehr Transaktionen vornahmen, stieg auch der Kommissionsertrag in den ersten neun Monaten um 7,4 Prozent auf 50,2 Millionen Franken.

Schwieriger war gemäss Swissquote das Zinsgeschäft. Unter anderem aufgrund des starken Frankens nahm der Zinsertrag im dritten Quartal um 4 Prozent ab. Insgesamt hat die Internetbank im Zinsgeschäft in den ersten neun Monaten dennoch mit einem Plus von 34,1 Prozent auf 11,6 Millionen Franken deutlich zulegen können.

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Die positive Auswirkung der im Herbst 2010 über die Bühne gegangenen Fusion mit ACM zeigt sich auch bei den verwalteten Konten. Insgesamt 184'443 Konten verwaltet die Internetbank per Ende des dritten Quartals. Das entspricht gegenüber dem Vorjahreswert einem Plus von 13,8 Prozent.

Weniger Depotvermögen, Trendwende beim Neugeld

Die Depotvermögen sanken hingegen um 1,6 Prozent auf 7,28 Milliarden Franken. Beim Neugeldzufluss erfuhr Swissquote eine Trendwende. Nachdem sich dieser im zweiten Quartal auf 94 Millionen Franken stark abgeschwächt hatte, belebte er sich im dritten Jahresviertel wieder markant auf 412 Millionen Franken.

Damit flossen dem Institut in diesem Jahr bisher 799,3 Millionen Franken zu, nach 1,09 Mrd in der Vorjahresperiode. Der im Juli ausgerufene Neugeldzufluss von mindestens 1 Milliarde Franken im Gesamtjahr dürfte somit erreicht werden. Noch im März war das Unternehmen allerdings von Neugeldern in Höhe von 1,2 Milliarden Franken ausgegangen.

(vst/kgh/sda/awp)