Der Online-Broker Swissquote hat im Geschäftsjahr 2014 den Reingewinn deutlich erhöht und mehr neue Kundengelder angezogen als noch im Jahr davor. Der Reingewinn verdoppelte sich auf 23,5 Millionen Franken (VJ 11,7 Millionen), wie Swissquote am Dienstag mitteilte. Die Vorjahresrechnung war noch stark durch Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit der Übernahme der MIG Bank belastet gewesen.

Das Institut verzeichnete im vergangenen Jahr einen Nettoneugeldzufluss von 1,08 Milliarden Franken, verglichen mit 763 Millionen im Vorjahr. Die gesamten Depotvermögen beliefen sich per Ende Jahr auf 11,56 Milliarden Franken (VJ 10,09 Milliarden).

Fast 150 Millionen Franken Gesamtertrag

Der Gesamtertrag kletterte um 17 Prozent auf 145,5 Millionen Franken, und fiel damit auf der Höhe aus, den Swissquote bereits Mitte Januar auf Basis von ungeprüften Zahlen bekanntgegeben hatte. Der ebenfalls bereits Vorsteuergewinn ging gemäss den definitiven Zahlen um 3,0 Prozent auf 28,2 Millionen Franken zurück.

Die Zahl der Konten stieg um 2,6 Prozent auf 221'922. Die Handelskonten erhöhten sich dabei um 2,1 Prozent auf 166'941. Die Anzahl der Sparkonten nahm zudem um 1,8 Prozent auf 31'612 und diejenige der eForex-Konten um 6,1 Prozent auf 22'159 zu. Der Generalversammlung wird die Zahlung einer unveränderten Dividende von 0,60 Franken pro Aktie vorgeschlagen.

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15 Prozent Ertragswachstum erwartet

Für das Jahr 2015 erwartet Swissquote ein Ertragswachstum in der Grössenordnung von 15 Prozent und einen Neugeldzufluss von mehr als 1 Milliarden Franken. Im Herbst 2015 soll zudem die strategische Partnerschaft mit PostFinance im Online Trading lanciert werden. Im Mai 2016 sollen dann rund 60'000 Kunden und 4 Milliarden Depotvermögen transferiert werden.

Wie schon Mitte Januar mitgeteilt, hat Swissquote wegen des überraschenden Entscheids der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zur Aufhebung des Euro-Mindestkurses eine Rückstellung von 25 Millionen Franken zu Lasten der Rechnung 2015 getätigt. Der Wechselkurseinbruch von bis zu 15 Prozent hatte bei vielen Devisenhandelskunden hohe Minussaldi verursacht. Man wolle die Höhe der effektiven Abschreibung in den kommenden Quartalen reduzieren, eine Aufstockung der bereits gemachten Rückstellung könne in jedem Fall ausgeschlossen werden, betont Swissquote.

(awp/ise/ama)