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Agrochemie
Syngenta-Angestellte warten auf 1200 Dollar Gewinnbeteiligung

Basel, 3.2.2016, Logo beim Hauptsitz des Agrochemiekonzerns Syngenta. (KEYSTONE/Stefan Bohrer)
Der Syngenta-Hauptsitz in Basel. Quelle: © KEYSTONE / Stefan Bohrer

Die chinesischen Eigner von Syngenta knausern: Seit Monaten warten die Angestellten auf eine Gewinnbeteiligung, die für 2017 versprochen war.

Veröffentlicht am 28.11.2018

Für gigantische 43 Milliarden Dollar übernahm ChemChina im vergangenen Jahr den Basler Agrochemie-Konzern Syngenta. Bei der Übernahme versprachen die Chinesen, der Syngenta-Sitz bleibe in Basel, alles bleibe beim Alten. Inzwischen gehört ChemChina dem staatlichen Mischkonzern Sinochem, und der VR von Syngenta ist wieder neu besetzt. 

Wie der «Tagesanzeiger» berichtet, zeigen sich die neuen Eigner aus China nun knausrig: Der Konzern weigere sich bis heute, eine versprochene Gewinnbeteiligung von 15 Millionen Dollar auszuzahlen, schreibt die Zeitung. Der Belegschaft in der Schweiz würden davon 2,5 Millionen Franken zustehen.

Schweizer Mitarbeiter sollten 1200 Dollar erhalten

Der Fall beschäftigt nun auch das Staatssekretariat für Wirtschaft, das Seco. «Die Zahlung war zugesagt, das können wir mit Mails belegen», sagt Blaise Carron, der bei der Unia für Syngenta zuständig ist. 2 Prozent des Jahresgewinns vom Agrochemiekonzern erhalten. In der Schweiz wären das 2017 demnach 1200 Dollar pro Angestellter gewesen. Bis heute sei das Geld jedoch nicht ausbezahlt worden. Die Zahlung verzögere sich offenbar, weil das Unternehmen keinen Gewinn gemacht hätte. Die Prämie sei in den Abmachungen aber nicht an den Gewinn gekoppelt gewesen.

Wie lange das Schlichtungsverfahren noch laufen wird, ist unklar. 

(tdr)

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