Die Aktionäre des Basler Pflanzenschutz- und Saatgutherstellers Syngenta zeigen sich knapp drei Monate nach Bekanntwerden der Übernahmeofferte von ChemChina weiterhin zurückhaltend. Der Aktienkurs notiert aktuell mehr als 10 Prozent unter dem gebotenen Preis.

Laut Analysten bringen Investoren damit das Risiko zum Ausdruck, der Deal könnte scheitern. John Ramsay, Interimschef des Basler Konzerns, lässt sich davon nicht beirren. «Das kommt bei Übernahmeprozessen immer wieder vor; es ist also kein ungewöhnliches Phänomen,» sagte er am Mittwoch. Das Übernahmeangebot der Chinesen geniesse bei der Mehrheit der grossen Investoren starke Unterstützung. «Und ich habe wirklich mit vielen gesprochen in den vergangenen Wochen».

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Zuversichtlich zum Zeitplan

Ramsay zeigte sich zuversichtlich, dass die Transaktion wie geplant bis Ende 2016 unter Dach und Fach gebracht werden kann. Mit Blick auf die Aufsichtsbehörden, welche den Deal durchwinken müssen, meinte der Syngenta-Chef: «Der Dialog ist im Gange, wir haben bis dato kein ungewöhnliches Feedback erhalten».

Nichts Ungewöhnliches gebe es auch bezüglich der Fluktuation bei Syngenta zu sagen. Laut Ramsay hat sich diese seit Bekanntwerden der Offerte Anfang Februar nicht fundamental verändert. «Unsere Mitarbeiter sehen ChemChina als positiv.»

Markanter Umsatzrückgang

Syngenta gab am Mittwoch zudem seine Quartalszahlen bekannt: In den ersten drei Monaten 2016 hat der Konzern einen markanten Umsatzrückgang erlitten: dem Unternehmen hat erwartungsgemäss der erstarkte Dollar zu schaffen gemacht. Er sank um 7 Prozent auf 3,74 Milliarden Dollar zurück. Das ist ungefähr so viel, wie Analysten erwartet hatten. Gewinnzahlen gibt das Unternehmen nur zum Halbjahr und am Jahresende bekannt.

(reuters/apw/mbü/ama)