Preisdruck und eine schwache Anbausaison in Nordamerika haben den Schweizer Agrochemiekonzern Syngenta im Vorjahr gebremst. Der Gewinn sank um 2 Prozent auf 1,62 Milliarden Dollar, teilte der weltgrösste Hersteller von Pflanzenschutzmitteln mit.

Der Umsatz wuchs um 3 Prozent auf 15,13 Milliarden Dollar. Analysten hatten weniger erwartet, im Schnitt 1,58 Milliarden Dollar Gewinn und 15,07 Milliarden Dollar Umsatz.

Höhere Dividende

Trotz dem kleinen Gewinnrückgang sollen die Aktionäre in den Genuss einer höheren Dividende kommen: Der Generalversammlung wird eine Ausschüttung von 11 Franken je Aktie vorgeschlagen, nach 10 Franken im Jahr zuvor.

Wie im Vorjahr behält sich das Unternehmen vor, taktische Aktienrückkäufe vorzunehmen. Syngenta hat im Berichtsjahr eigene Aktien im Wert von 49 Millionen Dollar  zurückgekauft.

Grösste Produkteinführung

Und zum Jahresende ist dem Unternehmen die grösste Produkteinführung in der Firmengeschichte gelungen: Das im vierten Quartal neu in den Markt eingeführte Fungizid Elatus erzielte in Brasilien einen Umsatz von mehr als 300 Millionen Dollar.

Gegen eine Franken-Aufwertung im laufenden Jahr ist Sygenta offenbar weitgehend abgesichert. «Die Auswirkungen werden im Jahresvergleich also nicht so gross sein», sagte Finanzchef John Ramsay der Nachrichtenagentur Reuters. Im Jahr 2016 sollten dann aus heutiger Sicht die Vorteile des tiefen Ölpreises die Belastung durch den starken Franken überwiegen.

Rund 1800 Stellen sollen abgebaut werden

Syngenta prüfe alle Optionen, um seine Kostenbasis in der Schweiz zu reduzieren, erklärte Ramsey. Es gebe derzeit aber keine Sparpläne über das hinausgehend, was der Konzern bislang angekündigt habe. Syngenta will rund 1800 Stellen der mehr als 28'000 Arbeitsplätze streichen oder verlagern, um das bis 2018 angepeilten Sparziel von einer Milliarde Dollar zu erreichen. Nach einem Gewinneinbruch im Jahr 2013 war Syngenta-Chef Mike Mack auf die Kostenbremse gestiegen.

Im laufenden Jahr rechnet Syngenta mit einem Betriebsgewinn (Ebitda) nach Währungseinflüssen etwa auf dem Niveau von 2014. Im Jahr 2018 peilt der Konzern weiterhin 24 bis 26 Prozent Marge an.

(reuters/awp/tno/me/ama)

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