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Agrochemie
Syngenta-Gewinn bricht um 12 Prozent ein

Syngenta: Die Dollarstärke lastet auf dem Konzern. Bloomberg

Die Aufwertung des Dollars hat dem Basler Konzern Syngenta einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Unternehmen machte im ersten Halbjahr deutliche Rückgänge bei Umsatz und Gewinn.

Veröffentlicht am 23.07.2015

Syngenta hat im ersten Halbjahr 2015 deutlich weniger umgesetzt und verdient. Der Umsatz sank in der Berichtsperiode um 10 Prozent auf 7,63 Milliarden US-Dollar, zu konstanten Wechselkursen hätte er um 3 Prozent zugenommen. Der integrierte Umsatz – der Geschäftsbereich «Lawn and Garden» also ausgerechnet – lag bei 7,31 Milliarden US-Dollar bei identischen Veränderungsraten. Die Absatzmengen gingen derweil um 3 Prozent zurück, während die Verkaufspreise von Syngenta durchschnittlich 6 Prozent höher waren.

Syngenta sah sich Angaben vom Donnerstag zufolge neben starken Währungseffekten mit anhaltend tiefen Agrarpreisen und daher niedrigen Einkommen für die Landwirte konfrontiert. Zudem habe man in der Berichtsperiode bewusst das margenschwache Glyphosat-Geschäft reduziert.

12 Prozent weniger Reingewinn

Das Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda ging um 5 Prozent auf 2,00 Milliarden US-Dollar zurück, sprang aber zu konstanten Wechselkursen um 21 Prozent. Die entsprechende Marge lag bei 26,2 Prozent. Der Reingewinn nahm um 12 Prozent auf 1,22 Milliarden, der Gewinn pro Aktie um 5 Prozent auf 14,70 US-Dollar ab.

Mit dem vorgelegten Zahlenset hat Syngenta die Erwartungen des Marktes etwas übertroffen. Von AWP befragte Analysten rechneten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 7,65 Milliarden, einem Ebitda von 1,90 Milliarden sowie einem Reingewinn von 1,15 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn pro Aktie wurde bei 13,30 US-Dollar gesehen.

Über 100 Millionen Dollar gespart

Syngenta erzielt wegen der hohen Saisonalität des Agrogeschäfts im ersten Halbjahr immer ein klar höheres Ergebnis als in der zweiten Jahreshälfte.

Massnahmen im Rahmen des Programms «Accelerating Operational Leverage» hätten Kosteneinsparungen von 104 Millionen US-Dollar ermöglicht, so Syngenta weiter. Das Programm werde im zweiten Halbjahr einen noch bedeutenderen Beitrag leisten und sei auf Kurs, die angepeilten 265 Millionen reinzuholen.

Kein Wort zu Monsanto

Kein Wort verliert Syngenta zum Rivalen Monsanto, der sich den Basler Konzern einverleiben möchte. Dafür gibt das Unternehmen neue Indikationen zur Innovationspipeline. Das kombinierte Umsatzpotenzial der sechs letzten Neueinführungen liege bei über 2,7 Milliarden US-Dollar und die längerfristige Innovationspipeline umfasst weitere neun Produkte mit einem kombinierten Umsatzpotenzial von über 3,6 Milliarden. Syngenta wirft Monsanto vor, die Aussichten des Unternehmens nicht genügend zu würdigen.

Syngenta hat die Jahresprognose bestätigt. Das Unternehmen rechnet mit unveränderten Umsätzen in Lokalwährungen und das Betriebsergebnis (Ebitda) nach Währungseinflüssen werde sich auf dem Niveau von 2014 bewegen. Man sei auf dem besten Weg, 2018 die angepeilte Ebitda-Marge von 24-26 Prozent zu erreichen.

(awp/ise)

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