Der chinesische Staatsbetrieb ChemChina soll laut Agenturberichten mit der ebenfalls staatseigenen Sinochem-Gruppe fusioniert werden. Damit würde der chinesische Staat einen Chemie-, Düngemittel- und Ölkonzern mit einem Jahresumsatz von fast 100 Milliarden Dollar schaffen, heisst es in Berichten der Finanzagenturen Reuters und Bloomberg vom Freitagmorgen, die sich dabei auf «mit der Sache vertraute Personen» berufen.

Die Führungen der beiden Staatsunternehmen hätten sich zu Beginn dieser Woche getroffen, um einen potenziellen Zusammenschluss zu diskutieren, berichtet Reuters. Welche Auswirkungen das auf die derzeit laufende Übernahme des Schweizer Agrokonzerns Syngenta durch ChemChina haben könnte, sei noch unklar, schreibt ihrerseits die Agentur Bloomberg. Die Syngenta-Aktie fällt jedenfalls im frühen Handel am Freitagmorgen.

Pekings Masterplan

Der Plan steht laut den Berichten im Zusammenhang mit Bestrebungen der chinesischen Regierung, die Zahl der Staatsbetriebe zu senken. Unter Präsident Xi Jinping sei es zu einer «Welle von Konsolidierungen» gekommen, so Bloomberg.

In der grössten Umbildung von Staatsbetrieben seit den 1990 Jahren seien seit 2014 insgesamt Vermögenswerte in der Höhe von mehr als 1 Billion Dollar zusammengelegt worden.

(awp/ise/cfr)