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Umbau
Syngenta kürzt 116 Stellen in Monthey

Syngenta streicht 116 Jobs am Walliser Standort Monthey, wie die Gewerkschaft Unia mitteilt. Die Kürzungen sind Teil eines grösseren Umbau-Planes, dem 1800 Arbeitsplätze zum Opfer fallen.

Veröffentlicht am 07.05.2015

Der Agrarchemiekonzern Syngenta streicht im Werk in Monthey VS 116 Stellen, wie die Gewerkschaft Unia am Donnerstag mitteilte. Im Walliser Chablais gehen damit nach der Schliessung der Tamoil-Raffinerie in Collombey-Muraz erneut zahlreiche Arbeitsplätze verloren.

Trotz der exzellenten Resultate in den vergangenen Jahren mache die Syngenta Einsparungen, um die Rentabilität weiter zu fördern, kritisierte die Unia in ihrer Mitteilung. Der Abbau ist Teil eines weltweiten Verlagerungs- und Abbauprogramm von 1800 Stellen, das Einsparungen von 265 Millionen Dollar bringen soll.

500 Stellen fallen in Basel weg

Ende November hatte Syngenta angekündigt, in Basel 500 Stellen zu streichen. Nun trifft es den weltweit grössten Produktionsstandort der Syngenta in Monthey, wo nach Angaben des Konzerns 930 Mitarbeitende tätig sind. In Monthey werden Herbizide, Fungizide und Insektizide produziert. Die Unia fordert von Syngenta, dass Alternativen wie eine Modernisierung der Infrastrukturen oder der Verkauf eines Gebäudes an eine Drittfirma, welche die Aktivitäten vor Ort weiterführt, ernsthaft geprüft werden.

Falls der Agrarchemiekonzern an dem Stellenabbau festhalten sollte, verlangt die Unia einen Verzicht auf Entlassungen und eine Weiterbeschäftigung der Angestellten in anderen Betriebsbereichen.

Für das Walliser Chablais ist der Stellenabbau ein weiterer Schlag nach der Schliessung der Tamoil-Raffinerie, bei der 350 Arbeitsplätze verloren gingen. Dies ist gemäss der Unia auch eine kalte Dusche für die entlassenen Tamoil-Angestellten, welche gehofft hatten, allenfalls beim Chemiebetrieb in Monthey wieder Arbeit zu finden.

Walliser Kantonsregierung bedauert Entscheid

Die Walliser Kantonsregierung nahm am Donnerstag die Ankündigung mit Bedauern zur Kenntnis. Die Syngenta habe jedoch versichert, in die Umschulung von Mitarbeitenden zu investieren, um ein Maximum an internen Transfers zu ermöglichen. Im weiteren habe Syngenta den strategischen Charakter des Standorts Monthey bekräftigt. Der Staatsrat ersuchte die Direktion um ein Treffen. Das Wallis setze alles in ihrer Macht stehende daran, die Folgen des Entscheids zu mindern.

(sda/me)

 

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