Der Agrochemiekonzern Syngenta führt Clariva, ein Nematizid zur Saatgutbehandlung, am Markt ein. Clariva basiert auf einer Technologie der im Jahr 2012 übernommenen Pasteuria Bioscience und wird gegen Nematoden eingesetzt. Das sind mikroskopisch kleine, wurmförmige Bodenorganismen, die grosse Schäden an allen wichtigen Nutzpflanzen verursachen, wie Syngenta mitteilte.

Die Ersteinführung von Clariva findet in den USA statt. Dort sei das Produkt zur Anbausaison 2014 erhältlich und biete mit anderen Saatgutprodukten von Syngenta eine Komplettlösung für Soja. Weltweit seien weitere Zulassungen für wichtige Nutzpflanzen geplant.

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Höhere Ernteerträge möglich

Clariva besteht den Angaben zufolge aus natürlich vorkommenden Bodenbakterien und wirke auf einzigartige Weise direkt gegen Nematoden. «Vor allem Sojabauern suchen schon lange nach neuen Methoden zur Bekämpfung der weit verbreiteten Zysten-Nematoden. Allein in den USA verursachen diese Schädlinge jährliche Ernteausfälle in Milliardenhöhe», wird Syngentas COO John Atkin in der Mitteilung zitiert.

Daten aus mehrjährigen Feldversuchen hätten belegt, dass Clariva das Wurzelsystem der Pflanzen sofort und lang anhaltend schütze, so Syngenta weiter. Dies ermögliche deutlich höhere Ernteerträge.

(vst/rcv/awp)