Die EU-Kartellwächter machen zwei Insidern zufolge den Weg frei für die 43 Milliarden Dollar schwere Übernahme des Schweizer Agrochemiekonzerns Syngenta durch den chinesischen Staatskonzern ChemChina. Die Genehmigung erfolge, nachdem ChemChina angeboten hätte, sich von einigen Produkten in mehr als einem Dutzend EU-Ländern zu trennen, sagte einer der beiden mit der Sache Vertrauten.

Dabei handele es sich weitgehend um Produkte von ChemChina und um einige des israelischen Pflanzenschutzherstellers Adama. Einige wenige stammten von Syngenta. Der Verkauf von Fabriken oder ganzen Geschäftszweigen sei nicht vorgesehen.

Zugeständnisse gemacht

Ein Sprecher von Syngenta sagte, man sei über keine Entscheidung der EU-Kommission informiert worden. Bei ChemChina war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Die zwei Firmen hatten der Brüsseler Behörde zu Jahresanfang Zugeständnisse gemacht, um Bedenken gegen den Deal zu zerstreuen. Die EU-Kartellwächter kündigten Ende Oktober an, den bislang grössten Auslandszukauf eines chinesischen Unternehmens genauer unter die Lupe zu nehmen.

(reuters/cfr)