Nach der Weigerung des chinesischen Chemieriesen ChemChina, den EU-Wettbewerbshütern Zugeständnisse zu machen, verzögert sich die Übernahme des Basler Agrochemiekonzerns Syngenta. Der Zulassungsprozess dürfte sich bis ins erste Quartal 2017 erstrecken, teilte Syngenta in einem Communiqué mit.

Bereits gestern brach der Titel des Basler Agrochemiekonzerns an der Börse wegen dieser vermuteten Verzögerung ein.

Die Syngenta-Aktie brach in der Spitze an der Schweizer Börse um über neun Prozent ein. Bei Börsenschluss notierte der Titel 5,9 Prozent im Minus auf 397,50 Franken.

Keine Konzessionen offeriert

Vertreter von Syngenta und ChemChina hatten sich vor einer Woche mit den EU-Aufsehern getroffen und versucht, mögliche Bedenken auszuräumen, dass die Übernahme Kunden und Konkurrenten schaden könnte.

Nachdem die beiden Unternehmen keine Konzessionen anboten, kann die EU-Kommission die Transaktion entweder bis Freitag ohne Auflagen durchwinken oder aber eine vertiefte Untersuchung einleiten, die bis zu fünf Monate in Anspruch nehmen kann. «Konstruktive Gespräche mit der EU dauern an», erklärte eine Syngenta-Sprecherin.

(reuters/sda/chb)