Das schweizerisch-amerikanische Unternehmen Synthes hat in der ersten Jahreshälfte 2011 den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 9,5 Prozent und den Reingewinn um 7 Prozent steigern können. Dies entspricht 1,98 Milliarden Dollar Umsatz und 454,4 Millionen Dollar Gewinn.

Der Betriebsaufwand in Prozent des Umsatzes stieg von 48,9 Prozent auf 49,8 Prozent, hauptsächlich wegen höherer Investitionen in den Bereichen Verkauf und Informationstechnologie, wie das Unternehmen mitteilte. Insgesamt tätigte Synthes (Aktienkurs Synthes) im ersten Halbjahr Investitionen in Höhe von 215,3 Millionen Dollar.

Die Bruttogewinnmarge - ebenfalls in Prozent des Umsatzes berechnet - blieb mit 82,5 Prozent praktisch auf dem gleichen Niveau. Der Bruttogewinn belief sich damit auf 1,63 Milliarden Dollar. Der anhaltende Preisdruck habe durch laufende operative Verbesserungen abgefedert werden können, heisst es im Communiqué weiter.

Beim Ausblick zurückhaltend

Auch beim Personalbestand verzeichnete Synthes ein Wachstum und beschäftigte 429 Mitarbeitende mehr als noch im letzten Jahr. Zwei Drittel der Neueinstellungen entfielen auf den Aussendienst und die Produktion. Weltweit hat das Unternehmen, welches demnächst vom Pharma- und Konsumgütergiganten Johnson & Johnson übernommen wird, nun 11'855 Personen auf seiner Gehaltsliste.

Zum Ausblick gibt sich das Management weiterhin zurückhaltend. So will Synthes den Marktanteil in allen vier Produktbereichen weltweit weiter ausbauen, und zwar hauptsächlich durch die Fokussierung auf Produkteinführungen und anhaltende Investitionen in Innovationen und die Ausrüstung des Aussendienstes. Das Unternehmen will zudem weiterhin Massnahmen zur Produktivitätssteigerung entwickeln und umsetzen, um so die Belastungen durch das schwierige Marktumfeld auszugleichen.

Anlässlich der Erstquartalszahlen hatte Synthes bereits denselben vagen Ausblick gegeben.

(tno/rcv/sda/awp)

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