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Paris
Tag-Heuer-Mutter LVMH profitiert von Euro-Schwäche

Champagner aus dem Hause LVMH: Das Getränk lässt den Gewinn sprudeln. Keystone

Das erste Halbjahr bringt dem Luxuskonzern LVMH einen Umsatz- und Gewinnsprung. Die Tag-Heuer-Mutter profitiert vom schwachen Euro und einem guten Uhrengeschäft.

Veröffentlicht am 28.07.2015

Die Nachfrage nach Champagner und exklusiven Spirituosen sowie gute Uhrenverkäufe haben das Geschäft des französischen Luxusgüterkonzerns LVMH angekurbelt. In den ersten sechs Monaten kletterten die Umsätze um 19 Prozent auf 16,7 Milliarden Euro, wie der Hersteller von Marken wie Louis Vuitton, Moet oder Hennessy am Dienstag in Paris mitteilte.

Einen guten Anteil an dem Plus hatte der schwache Euro. Ohne den Einfluss von Währungsschwankungen sowie Zu- und Verkäufen belief sich das Plus auf 6 Prozent. Dabei beschleunigte sich das Wachstum im zweiten Quartal gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres noch einmal.

3 Milliarden Euro Gewinn

Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn verbesserte sich in der ersten Jahreshälfte um 15 Prozent auf 2,96 Milliarden Euro, was mehr war als Analysten erwartet hatten. Unter dem Strich blieb LVMH ein Gewinn von 1,58 Milliarden Euro und damit knapp 5 Prozent mehr als im Vorjahr.

Gut entwickelt hat sich vor allem die Uhren-Sparte. Der Umsatz stieg auf über 1,5 Milliarden Euro – ein Plus von 23 Prozent. Dafür verantwortlich sind unter anderem Zukäufe. Aber auch das organische Wachstum betrug satte zehn Prozent. Bulgari habe ein «exzellentes» Halbjahr hinter sich, heisst es in der Mitteilung. Aber auch bei der Schweizer Uhrenmarke Hublot gäbe es «gute Fortschritte». Weniger gut dürfte es für Tag Heuer gelaufen sein. Hier heisst es lediglich: «Tag Heuer bemüht sich weiterhin, sein Kernangebot zu überarbeiten.»

Zuversicht für das neue Jahr

In die zweite Jahreshälfte geht LVMH-Chef Bernard Arnault denn auch mit Zuversicht. Der Lusugüterkonzern werde dank neuer Produkte, geografischer Ausweitung und Sparprogrammen weiter zulegen können.

Am Vortag hatte bereits der Rivale Kering besser als erwartet ausgefallene Halbjahreszahlen vorgelegt. Der Gucci-Hersteller profitierte unter anderem von ausgabefreudigen Touristen aus China, die in Europa Urlaub machen und einkaufen.

(awp/ise)

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