Nach dem positiven Doping-Test der Tennisspielerin Maria Sharapova haben die Sponsoren Porsche und Nike ihre Verträge mit der Sportlerin auf Eis gelegt. «Wir bedauern die aktuellen Nachrichten zu Maria Sharapova», erklärte der deutsche Sportwagenbauer am Dienstag, für den die Russin Markenbotschafterin ist.

Porsche habe sich entschieden, die geplanten Aktivitäten auszusetzen, bis weitere Details bekannt seien. Sharapova hatte am Montag erklärt, bei den Australien Open positiv auf Meldonium getestet worden zu sein. Der Stoff steht seit diesem Jahr auf der Liste verbotener Substanzen der Anti-Doping-Agentur Wada. Der internationale Tennisverband ITF hat die Sportlerin ab 12. März gesperrt.

Tag Heuer lässt Vertrag auslaufen

Porsche richtet jährlich ein internationales Tennisturnier in Stuttgart aus. Sharapova hatte den Grand Prix, bei dem die Siegerin einen Porsche als Prämie erhält, von 2012 bis 2014 für sich entschieden. Die frühere Weltranglisten-Erste hatte in ihrer Karriere fünf Grand-Slam-Turniere gewonnen. Nach der Liste des Magazins «Forbes» verdiente Sharapova im vergangenen Jahr 29,5 Millionen Dollar, in erster Linie mit Sponsorverträgen.

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Auch der Sportartikelhersteller Nike erklärte, man sei «traurig und überrascht» und setze den Sponsorenvertrag mit der 28-Jährigen aus. Der zum französischen Luxuskonzern LVMH gehörende Neuenburger Uhrenhersteller Tag Heuer teilte mit, der Ende 2015 ausgelaufene Vertrag mit Sharapova werde nicht erneuert. Der Kosmetikhersteller Avon wollte keine Stellungnahme abgeben.

Entscheid steht noch aus

Meldonium setzen Mediziner bei Herzbeschwerden ein. Sharapova hatte erklärt, ihr Hausarzt habe ihr die Arznei seit zehn Jahren gegeben, da sie auffällige EKG-Werte hatte, an Magnesiummangel litt und Diabetes in ihrer Familie verbreitet sei. Eine abschliessende Entscheidung des Verbandes ITF steht noch aus.

(reuters/mbü/ama)