49 Prozent der national und international tätigen Terminplattform Doodle gehen an Tamedia. Ist man zufrieden bei dem Zürcher Medienhaus, will man die Plattform bis 2016 vollständig übernehmen. Zumindest bis dann bleiben die beiden Gründer Michael Näf und Paul Sevinç als Geschäftsführer und Verwaltungsräte beteiligt. Auch die Innovationsstiftung der Schwyzer Kantonalbank ist bis dann als Minderheitsaktionärin an Bord, wie Tamedia mitteilte.

Die Doodle AG mit ihren elf Mitarbeitern betreibt unter doodle.com die weltweit führende Terminkoordinationsplattform. Der kostenlose Basisdienst ist in 29 Sprachen verfügbar und wird jeden Monat von acht Millionen Nutzern verwendet.

Der Basisdienst werde auch in Zukunft gratis bleiben, sagte Tamedia-Sprecher Christoph Zimmer auf Anfrage. Einnahmen verspricht sich das Medienhaus hingegen durch Werbeeinblendungen und die kostenpflichtigen Zusatzangebote für Unternehmen. Auch international will Tamedia mit Doodle Geld verdienen.

Tamedia plant zudem, Doodle in der Schweiz mit der Verzeichnisplattform search.ch zu kombinieren. Dies werde die Position der Terminplattform im Werbemarkt und im Segment der kleinen und mittleren Unternehmen zusätzlich stärken. Eine Zusammenlegung der beiden Webseiten ist jedoch nicht geplant, wie Zimmer betonte.

Wie viel Tamedia für die Beteiligung am Start-up-Unternehmen mit Sitz in Zürich bezahlt, will das Medienhaus nicht publik machen. Bevor die Transaktion über die Bühne gehen kann, muss sie zudem noch von der Eidgenössische Wettbewerbskommission gutgeheissen werden. Dieser Prüfung sieht das Medienhaus, zu dem etwa "20 Minuten", der "Tages-Anzeiger", das "Newsnetz" und "Annabelle" gehören, aber optimistisch entgegen.

(tno/laf/sda)