1. Home
  2. Unternehmen
  3. Tamedia blitzt vor Finma ab

Beschwerde
Tamedia blitzt vor Finma ab

Tamedia: Rosinenpicker-Angebot ging nicht durch.   Keystone

Tamedia verlor mit einer Eingabe vor der Finanzmarktaufsicht, in der sich der Verlag darüber beschwerte, dass das Kaufangebot für Publigroup angepasst werden musste.

Veröffentlicht am 04.07.2014

Der Übernahmeausschuss der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) hat eine Beschwerde von Tamedia abgewiesen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Dabei ging es um eine Verfügung, wonach das öffentliche Kaufangebot von Tamedia für Publigroupe vom 11. Mai angepasst werden müsse.

Tamedia wollte die Werbevermarkterin nur unter der Voraussetzung übernehmen, dass deren defizitäre Tochter Publicitas auch tatsächlich verkauft wird. Diese Bedingung stufte die Übernahmekommission (UEK) als nicht den gesetzlichen Bestimmungen über öffentliche Kaufangebote entsprechend ein. Dagegen hatte Tamedia bei der nächsthöheren Instanz Beschwerde eingelegt.

Durch das Zusammengehen der Tamedia mit der Swisscom war das Übernahme-Angebot zwar praktisch obsolet geworden. Juristisch bestand das Angebot indes weiterhin, weshalb sich der Übernahmeausschuss der Finma mit dem Thema zu beschäftigen hatte.

Kaufangebot entsprach Bestimmungen

Wie aus der Finma-Verfügung vom 3. Juli hervorgeht, ist «der Verkauf der Publicitas AG, des Media-Sales-Bereichs von Publigroupe, an das deutsche Unternehmen Aurelius wie angekündigt per 30. Juni 2014 vollzogen worden». Mit Verfügung habe der Übernahmeausschuss der Finma die Beschwerde der Tamedia abgewiesen, «soweit sie nicht gegenstandslos geworden ist».

Die Übernahmekommission habe festgestellt, dass das öffentliche Kaufangebot der Swisscom an die Aktionäre von Publigroupe den gesetzlichen Bestimmungen entspreche, «unter der Voraussetzung, dass der Angebotsprospekt korrigiert wird», hiess es weiter.

(sda/chb)

Anzeige