Der Medienkonzern Tamedia hat vergangenes Jahr das digitale Geschäft deutlich ausgebaut. Die erodierenden Margen im Printgeschäft vermochte er damit aber nicht zu kompensieren.

Der Umsatz der Digitalsparte legte um 62,3 Prozent auf 233,3 Millionen Franken zu, wie Tamedia am Donnerstag mitteilte. Wesentlich dazu beigetragen haben die Übernahmen von Angeboten wie Starticket, jobs.ch oder FashionFrankeniends.

Insgesamt steigerte der Konzern den Umsatz um 5 Prozent auf 1,069 Milliarden Franken. Im Printgeschäft sanken die Erlöse vor allem wegen der rückläufigen Werbeeinnahmen. Auch die Rentabilität der gedruckten Zeitungen und Zeitschriften ging zurück: Der Betriebsgewinn (EBITDA) lag im regionalen Printgeschäft 12,2 Prozent tiefer als im Vorjahr bei 80,9 Millionen Franken, im nationalen Printgeschäft waren es mit 59,5 Millionen Franken gar 38,5 Prozent weniger.

Starttermin des Bezahlmodells bekannt gegeben

Diesen Einbruch vermochte auch das Digitalgeschäft nicht zu kompensieren, obschon sich der operative Gewinn dort fast verfünffachte und mit 56,7 Millionen Franken inzwischen fast so hoch liegt wie im nationalen Printgeschäft.

Über den gesamten Konzern hinweg sank der Betriebsgewinn um 0,7 Prozent auf 197,1 Millionen Franken Der Reingewinn ging um 14,4 Prozent auf 119,1 Millionen Franken zurück.

In Zukunft will Tamedia die Online-Erträge weiter steigern. Gleichzeitig mit der Publikation des Jahresergebnisses gab das Unternehmen den Starttermin des digitalen Bezahlmodells des «Tages-Anzeigers» bekannt: Es ist der 31. März. Ab diesem Tag können die Internetnutzer nicht mehr unbeschränkt viele Artikel gratis lesen. Das Bezahlmodell war bereits vor längerer Zeit angekündigt worden.

(sda/me)

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