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Paywall
Tamedia macht Gratis-Schotten dicht

Tages-Anzeiger: Die Zürcher Tageszeitung kennt schon lange eine Paywall.  Keystone

Tamedia macht Ernst: Nach den zwei deutschschweizer Zeitungen «Tages-Anzeiger» und «Der Bund» führt die Firma bei zwei westschweizer Titeln die Bezahlschranke ein.

Veröffentlicht am 25.12.2014

Gratis Zeitung lesen im Internet: Damit ist bald auch bei den Westschweizer Zeitungen «La Tribune de Genève» und «24 heures» Schluss. Was der Tamedia-Verlag im April bereits für den «Tages-Anzeiger» und im Oktober für den «Bund» eingeführt hat, kommt Mitte Januar für zwei weitere Titel zur Anwendung: die Bezahlschranke oder Paywall.

Schon im Frühling hatte Tamedia angekündigt, bis Ende 2015 das System für alle Tamedia-Tageszeitungen einzuführen. Bald fällt der Startschuss für «La Tribune de Genève» und «24 heures». «Das exakte Datum wird momentan noch festgelegt, es wird um den 15. Januar sein», sagte Patrick Matthey, Tamedia-Sprecher für die Westschweiz, an Heiligabend auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Neues Layout

Wenn es so weit ist, werden Internetnutzer der beiden Westschweizer Tamedia-Titel einen neuen, aber immer noch eigenen Webauftritt entdecken können. Die Redaktionen arbeiten derzeit am neuen Layout, das gleichzeitig mit der Paywall aufgeschaltet wird. Die Onlineprodukte können künftig nur noch beschränkt kostenlos konsumiert werden.

Nach einer bestimmten Anzahl Artikel in einem Kalendermonat geht die «Wand» hoch. Nach wie vielen konsumierten Texten bezahlt werden muss, ist noch offen. «Dies dürfte etwa nach zwanzig Artikeln der Fall sein», sagte Matthey. Damit sollten keine Onlineleser verscheucht werden.

Die «Neue Zürcher Zeitung» kennt die Paywall bereits seit dem Jahr 2012.

(sda/ise)

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