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Entlassungen
Tamedia streicht schon wieder Jobs zusammen

Nach der Schliessung einer Druckerei letztes Jahr geht das Stellenstreichen beim Tamedia-Konzern weiter: Nun spart man bei den Zeitungen in der Westschweiz.

Veröffentlicht am 27.09.2016

Die Redaktionen der beiden Westschweizer Zeitungen «24 heures» und «Tribune de Genève» müssen sparen. Wie Tamedia mitteilte, sind 24 Personen von den Restrukturierungsmassnahmen betroffen.

Die Kantonsregierungen von Genf und der Waadt äusserten in einer gemeinsamen Mitteilung ihre grosse Beunruhigung über die Restrukturierungen in den beiden Redaktionen.

Druckerei geschlossen

Das Verlagshaus  schloss letztes Jahr die Druckerei Ziegler in Winterthur. 106 Mitarbeiter waren betroffen, 73 davon verloren ihre Stelle.

Gewerkschaften kritisieren den neuerlichen Abbau. Sie fordern einen Verzicht auf Entlassungen und Budgetkürzungen. Impressum und Syndicom erinnern in einer Reaktion auf die Sparmassnahmen daran, dass Tamedia im Geschäftsjahr 2015 einen Gewinn von 334 Millionen Franken gemacht und seinen Konzernchef Christoph Tonini mit insgesamt 6,1 Millionen Franken entlöhnt habe. Die am Dienstag angekündigten Sparvorhaben auf dem Rücken zweier wichtiger Redaktionen der Romandie sei unnötig und schade der gesamten Gruppe.

Demo angekündigt

Um gegen die Sparmassnahmen zu protestieren, kündigten die Mitarbeitenden für Dienstagnachmittag Versammlungen vor den Redaktionsgebäuden in Genf und Lausanne an.

In einem offenen Brief zeigen sich die Mitarbeitenden der beiden Redaktionen betroffen und empört über die angekündigten Massnahmen. Die Restrukturierung gefährde die Lebensfähigkeit der regionalen Presse und die Vielfalt der Medienlandschaft in der Romandie.

(sda/chb)

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