Beim Medienkonzern Tamedia ist im ersten Halbjahr der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Fünftel eingebrochen – unter anderem wegen eines Sonderfaktors. Unter dem Strich erzielte Tamedia ein Ergebnis von 55,8 Millionen Franken.

Der Umsatz des Medienunternehmens fiel um 5 Prozent auf 504 Millionen Franken, wie aus einer Mitteilung vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Den Rückgang beim Ergebnis erklärte Tamedia mit weiterhin rückläufigen Print-Werbeerlösen, allerdings habe im Vorjahr auch ein Beteiligungs-Verkauf zum damaligen Ergebnis beigetragen.

Digitalsparte auf Vormarsch

Tamedia habe erstmals mehr als die Hälfte seines Ergebnisses auf Stufe Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) mit dem digitalen Angebot erzielt, hiess es weiter. Die Investitionen in digitale Geschäftsmodelle und digitale publizistische Angebote zahlten sich aus, lässt sich Konzernchef Christoph Tonini zitieren.

Mit dem Semesterabschluss gab Tamedia zudem die Ernennung von Samuel Hügli zum neuen CTO & Head Digital Ventures bekannt. Er wird in der neuen Position zudem Mitglied der Unternehmensleitung. Der neue Unternehmensbereich Technologie & Digital Ventures umfasst die bisherige Corporate IT, die IT Publishing, die IT Digital sowie die digitalen Ventures. Damit entstehe erstmals ein ganzheitlicher und nutzerorientierter IT-Kompetenzbereich innerhalb der gesamten Gruppe, heisst es.

Altbekannter übernimmt neue Aufgabe

In separater Mitteilung kündigte das Medienhaus zudem die Einführung eines gruppenweiten Qualitätsmonitorings für alle Medien an. Damit sollen neben allgemeingültigen journalistischen Grundsätzen auch spezifische, auf die Medien zugeschnittene Qualitätsdimensionen berücksichtigt werden. Mit dem Aufbau des Monitorings wurde der langjährige Chefredaktor des Tages-Anzeigers Res Strehle betraut.

(sda/awp/jfr/ama)

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