Johann Schneider-Ammann hat sich am Dienstag zu der drohenden Schliessung der Tamoil-Raffinerie in Collombey VS geäussert. Die Schliessung gefährdet über 200 Arbeitsplätze. Der Wirtschaftsminister hatte bereits telefonischen Kontakt mit dem Tamoil-Chef.

Schneider-Ammann traf am Dienstag in Bern den Präsidenten der Walliser Kantonsregierung, Jean-Michel Cina, und den Gemeindepräsidenten von Collombey, Yannick Buttet. Die Walliser baten den Bundesrat um Hilfe, um die internationalen Kontakte mit Tamoil zu erleichtern, damit eine Schliessung der Raffinerie verhindert werden könne.

Auf internationaler Ebene Kontakt aufnehmen

«Wir haben dem Bundesrat den Stand der Dinge und das Vorhaben des Unternehmens präsentiert», sagte Cina gegenüber der Sendung «Forum« von Radio RTS. Er habe Schneider-Ammann gebeten, auf internationaler Ebene Kontakt zur Tamoil-Gruppe aufzunehmen.

Der Bundesrat, der in «Forum» ebenfalls zu Wort kam, gab sich zurückhaltend. «Wie immer versuchen wir, die Strategie der Unternehmen und die Gründe, weshalb sie ihr Konzept anpassen wollen, zu verstehen», sagte Schneider-Ammann.

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Dauerhaftes Ergebnis ohne Subventionen

Er bezeichnete die Situation als schwierig, sagte aber, er wolle «bis zum Schluss kämpfen», um ein dauerhaftes Ergebnis ohne Subventionen oder Übergangslösung zu erreichen. «Ich bin in Kontakt mit der Walliser Regierung und habe mich telefonisch mit dem Chef von Tamoil unterhalten», sagte der Wirtschaftsminister.

(sda/me)