Mitarbeiter in Tankstellenshops haben als erste im Detailhandel Aussicht auf einen national verbindlichen Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Die Sozialpartner haben die Verhandlungen für einen solchen GAV erfolgreich abgeschlossen.

Die Verhandlungen geführt haben der Verband der Tankstellenshopbetreiber der Schweiz (VTSS), die Gewerkschaften Unia und Syna sowie der Kaufmännische Verband Schweiz, wie sie in einem gemeinsamen Communiqué am Donnerstag mitteilten. Der neue GAV legt unter anderem Mindestlöhne fest, regelt die Arbeitszeiten und sichert Sozialleistungen. Für Natalie Imboden von der Unia ist der neue GAV ein Meilenstein, wie sie auf Anfrage sagte.

Erster GAV im Detailhandel

Zum ersten Mal würden nämlich nicht nur schweizweit die Arbeitsbedingungen für alle rund 12'000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Tankstellenshops verbindlich geregelt. Es sei auch der erste GAV im personalintensiven Detailhandel. Bevor der neue GAV in Kraft treten kann, müssen ihn jedoch noch alle Verbandsgremien und das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) absegnen. Geplant ist, dass der GAV ab dem 1. Januar 2017 gelten wird.

(sda/mbü/moh)