71'447 Unternehmen müssen in den nächsten fünf Jahren ihre Nachfolge regeln. Dies ergibt eine Firmenanalyse von Bisnode D&B. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Steigerung von 7709 Betrieben. Betroffen von einer offenen Nachfolge sind heute 13,7 Prozent aller Schweizer Unternehmungen.

Gemäss Studie des Wirtschaftsinformationsdienstes liegen die grössten Nachfolgeprobleme bei den Einzelfirmen (20,1 Prozent), gefolgt von Aktiengesellschaften (14,4 Prozent). Bei den GmbHs ist die Nachfolgeproblematik dagegen eher bescheiden (6,9 Prozent).

Fehlende Nachfolgeregelung ist eine Gefahr für Arbeitsplätze

Grosse Unterschiede gibt es nach Branchen. Der Grundsatz lautet: Je jünger eine Branche ist, desto kleiner das Nachfolgeproblem. Dies zeigt sich besonders bei der IT-Branche. Der Anteil der Firmen mit Nachfolgeproblemen ist mit 8,5 Prozent sehr tief, ungleich grösser sind die Herausforderung im Druck- und Verlagsgewerbe (20,1 Prozent) und der Immobilienbranche (18,9 Prozent).

Die Studienmacher warnen vor einer zu späten Nachfolgeregelung: «Gelingt die Nachfolge nicht, kann dies zur Liquidation führen und damit gehen der Schweizer Wirtschaft Arbeitsplätze, Know-How und Kapital verloren.» Am gravierendsten ist das Nachfolgeproblem bei den KMUs: Insgesamt 65'572 Firmen mit 1 bis 9 Mitarbeitenden haben eine potenziell offene Nachfolge. Das sind 13,9 Prozent der Kleinfirmen.

Bisnode D&B untersuchte für die Studie das Alter der Führungspersonen. Für die Notwendigkeit einer Nachfolgeregelung definierten die Studienautoren eine Altersgrenze von mindestens 60 Jahren.

(bar)