Der Laborausrüster Tecan hat im ersten Halbjahr mehr umgesetzt, unter dem Strich aber weniger verdient als im Vorjahr. Belastet wurde das Ergebnis einerseits durch Integrationskosten für den im letzten Jahr übernommenen OEM-Anbieter Sias und anderseits dadurch, dass die Steuerrate im ersten Halbjahr 2015 deutlich niedriger und das Finanzergebnis durch vorübergehende Erträge aus Währungssicherungsmassnahmen um 4,0 Millionen Franken höher ausfiel. Das Unternehmen bestätigt seine bisherigen Ziel für das Gesamtjahr.

Den Auftragseingang erhöhte Tecan im ersten Semester 2016 um 13 Prozent respektive um 11 Prozent in Lokalwährung auf 250,6 Millionen Franken. Der Umsatz legte um 18 Prozent beziehungsweise um 15 Prozent in Lokalwährung auf 235,3 Millionen Franken zu, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Gewinn fast 10 Prozent tiefer

Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) wuchs derweil um 16 Prozent auf 37,9 Millionen Franken. Die Ebitda-Marge lag inklusive der Integrationskosten und Margenminderung im Zusammenhang mit der Übernahme der Sias bei 16,1 Prozent (VJ 16,3 Prozent). Unter dem Strich resultiere ein Gewinn von 23,5 Millionen, was einer Abnahme von 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Mit den vorgelegten Resultaten hat Tecan die Erwartungen von Analysten übertroffen. Die Experten hatten (AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 229,5 Millionen, einem Ebitda von 35,8 Millionen und einem Reingewinn von 22,4 Millionen Franken gerechnet.

Guidance bestätigt

Für das laufende Jahr bestätigte das Management die bisherige Guidance. Danach erwartet Tecan weiterhin einen zweistelligen Anstieg des Gruppenumsatzes in Lokalwährungen und einen weiteren Anstieg der zugrundeliegenden Ebitda-Marge um mindestens 50 Basispunkte; dies ohne Berücksichtigung von Sias und bereinigt um positive Einmaleffekte im Jahr 2015 (hauptsächlich Anpassungen der Personalvorsorgeverpflichtungen).

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Tecan gehe für 2016 zudem weiter davon aus, dass die Integrationskosten im Zusammenhang mit der Übernahme von Sias einen mittleren einstelligen Millionenbetrag in Schweizer Franken erreichen werden, heisst es weiter. Ab 2017 rechnet Tecan mit einem positiven Gewinnbeitrag aus der Übernahme. Trotz dieser einmaligen Integrationskosten und dem Wegfall der positiven Einmaleffekte vom Vorjahr, wird ein Ebitda für das Geschäftsjahr 2016 mindestens auf einem vergleichbaren Niveau wie 2015 erwartet.

(awp/gku/ama)