Grundsätzlich unterscheidet sich die Architektur der Weiterbildungsangebote am International Institute of Management in Technology (IIMT) der Universität Freiburg nicht von der Norm. «Wir bieten inhaltlich alle betriebswirtschaftlichen Fachrichtungen an», erklärt Direktorin Stephanie Teufel.

Dennoch ist die Klientel hier eine andere. Das liegt an der übergeordneten Thematik der Programme. Am IIMT drehen sich alle Lehrgänge um die beiden Schwerpunkte Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) sowie Energie, namentlich Strom, Wasser und Gas (Utility).

Ursprünglich für PTT-Angestellte

Vor 15 Jahren ist das IIMT aus einem Joint Venture der damaligen PTT (heute Post und Swisscom) und der Universität Freiburg entstanden. Grund für die Zusammenarbeit war die damals bevorstehende Öffnung des Telekommunikationsmarkts. Die Liberalisierung betraf nicht nur die Unternehmen selbst, sondern auch ihre Mitarbeitenden. Die PTT verfügten über technisch gut ausgebildetes Personal. Um im freien Markt bestehen zu können, waren nun auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse gefragt. Die PTT suchten dafür einen geeigneten Bildungspartner und fanden die Universität Freiburg. Man gründete 1995 das IIMT.

Das Institut hat sich mittlerweile einen branchenübergreifenden Ruf erarbeitet. «Unser Angebot richtet sich an Personen mit einem technischen Hintergrund oder einer technischen Erstausbildung», sagt Teufel. Wer sich für eine Karriere in diesem Umfeld entschlossen hat, trifft am IIMT auf ein breites Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten. Zum Beispiel wird das Executive Diploma of Advanced Studies (DAS) angeboten, das auch Führungskräfte ohne Universitätsabschluss absolvieren können. Der Executive Certificate of Advanced Studies (CAS) richtet sich an Personen, die mit betriebswirtschaftlichen Themen im Bereich ICT oder Utility konfrontiert sind. Dazu kommen themenspezifische Fachkurse sowie Firmentrainings.

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Das Top-Angebot ist zweifellos der EMBA in ICT and Energy Management. Das weltweit einzigartige Programm ist dank einer modularen und flexiblen Kursstruktur auf ein berufsbegleitendes Studium ausgerichtet. Die Auswahl der Lehrpersonen ist hochkarätig. «Wir haben international führende Fachspezialisten für das Programm gewinnen können», betont Stephanie Teufel.

Der Studienalltag am IIMT ist geprägt von einem regen Austausch zwischen Dozierenden und Studierenden. «Interaktion und Praxisbezogenheit sind bei uns sehr wichtig», so die Direktorin. Mit zurzeit 100 immatrikulierten Studierenden herrscht am IIMT zudem ein familiäres Ambiente. Dieser und weitere Vorzüge haben sich weltweit herumgesprochen. Das Institut ist heute eine bewährte Adresse für internationale Unternehmen in den Sektoren ICT und Energie. Es gibt am IIMT sowohl Schweizer Studierende, die für ausländische Firmen tätig sind, als auch ausländische Absolventen, die in Schweizer Unternehmen Karriere machen.

Neue Kooperationen im Ausland

Der internationale Austausch wird gepflegt. Neben einer mehrjährigen Zusammenarbeit mit dem Institute for Strategy and Competitiveness der renommierten Harvard Business School (USA) wurde kürzlich eine Kooperation mit der englischen Cambridge Judge Business School lanciert.

Auch im Fernen Osten hat das IIMT einen Treffer gelandet. Unlängst wurde eine Partnerschaft mit der East China University of Science and Technology - School of Business (ECUST) in Schang-hai unterzeichnet.

Die neuen Partnerschaften sind vor allem attraktiv für die Studierenden. Sie können für einzelne Kurse nach Cambridge oder Schanghai reisen. «Wir wollen unsere Weiterbildungsangebote dank der internationalen Zusammenarbeit optimieren und die Absolventen optimal auf berufliche Herausforderungen vorbereiten», ergänzt Teufel.

Die Chefin und ihr Team bauen das Netzwerk kontinuierlich aus. Mit zahlreichen in- und ausländischen Hochschulen sowie Universitäten bestehen ebenfalls Kontakte. Stephanie Teufel ist es ein wichtiges Anliegen, das Weiterbildungsangebot des IIMT stetig weiterzuentwickeln und innovative Angebote zu kreieren. Sie weiss, dass ICT und Energie schnelllebige Branchen sind, die künftig noch an Bedeutung gewinnen werden. Das IIMT will diese Entwicklung nicht abbilden, sondern sie an vorderster Front mitprägen.