Den 1000 Angestellten von ABB Turbo Systems an den vier Standorten Baden, Klingnau, Wohlen AG und Deitingen SO droht wegen rückläufiger Aufträge ein massiver Stellenabbau. Das zeigen die Recherchen der Zeitung «Der Sonntag».

Rund einem Dutzend Mitarbeiter teilte die Firmenleitung schon im Spätherbst mit, dass sie wegen des schlechten Geschäftsgangs frühpensioniert werden sollen.

Bereits früher, im Frühling und Sommer 2012, startete ABB Turbo Systems die zwei Sparprogramme «Jump» (in der Produktion) und «Eva» (in der Verwaltung und im Vertrieb), die zum Ziel haben, 10 Prozent der Personalkosten an den Schweizer Standorten einzusparen und einen Teil der Arbeit nach Asien zu verlagern. Sie sehen vor, rund 10 Prozent der Turbolader-Produktion in der Schweiz abzubauen.

Die Arbeit soll nach Asien verlagert werden, einerseits in ein firmeneigenes Werk in China, anderseits zu Lizenznehmern in China, Indien, Brasilien, Rumänien und Frankreich. Insgesamt sind von den 1000 Stellen bei der ABB Turbo Systems AG rund 100 gefährdet.

Die Zahl könnte allerdings noch höher ausfallen. Denn seit dem Start der zwei Sparprogramme hat sich die Lage dramatisch verschärft. Der Auftragseingang sank im vergangenen Jahr um 32 Prozent, der Umsatz um 27 Prozent.

Die Lage verschlechterte sich von Monat zu Monat. Ab April des laufenden Jahres sind praktisch keine Aufträge mehr in den Büchern. Eine Erholung wird erst ab November 2014 prognostiziert. Am 14. Januar werden nun die Sozialpartner über die Abbaupläne informiert.

(aho)

 

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