1. Home
  2. Digital Switzerland
  3. Apple erneuert Ideenklau-Vorwürfe gegen Samsung

Apple erneuert Ideenklau-Vorwürfe gegen Samsung

 

Der Patentprozess von Apple und Samsung beginnt wie erwartet: Die Anwälte der beiden Streitparteien legen ihre Argumente vor. Doch diesmal liegt die Entscheidung erstmals in den Händen von Geschworene

Veröffentlicht am 01.08.2012

Im Prozess um Patentrechtsverletzungen hat der US-Technologiekonzern Apple seine schweren Vorwürfe gegen den Konkurrenten Samsung bekräftigt. Samsung habe «jedes Element des iPhones abgekupfert, um im Smartphone-Markt wettbewerbsfähig zu sein», sagte Apple-Anwalt Harold McElhinny.

Das südkoreanische Unternehmen habe die Entscheidung «bewusst» auf höchster Unternehmensebene gefällt. «Das war nicht zufällig», sagte McElhinny in seiner Eröffnungserklärung vor einem US-Bundesgericht im kalifornischen San Jose.

Apple fordert von Samsung mehr als 2,5 Milliarden Dollar Schadenersatz, weil die Südkoreaner das iPhone und den Tablet-Computer iPad kopiert haben sollen. Samsung weist dies zurück und legt seinerseits Apple Patentverstösse im Bereich der Mobilfunktechnologie zur Last.

Ideenklau nach erstem iPhone

McElhinny versuchte die Geschworenen in San Jose davon zu überzeugen, dass Samsung mit dem Ideenklau begonnen habe, sobald Apple das erste iPhone im Januar 2007 vorgestellt habe.

«Samsung musste eine Entscheidung treffen. Samsung hätte ein eigenes Design entwickeln können, es hätte Apple fair auf dem Markt schlagen können», sagte der Anwalt des US-Konzerns. «Oder es hätte Apple kopieren können... Es ist einfacher, zu kopieren als innovativ zu sein.»

Apple und Samsung fechten ihren Kampf um die Rechte an Technologien bei Smartphones und Tablets in mehreren Ländern aus. In den USA ist Samsung in dem Patentstreit in der Defensive.

Richterin Koh hatte den Verkauf des Samsung-Tablets Galaxy 10.1 und des mit Google gemeinsam entwickelten Smartphones Nexus in den USA im Juni per einstweiliger Verfügung untersagt. Ein Berufungsgericht entschied anschliessend aber, dass für die Dauer des Prozesses immerhin das Nexus-Smartphone zunächst weiter vertrieben werden darf.

Ein Samsung-Anwalt sollte am Dienstag in San Jose die Argumente der Südkoreaner vorbringen.

(aho/sda)

Anzeige