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Apple: iPhones gehen weg wie warme Semmel

Auch mit dem neuen Chef Tim Cook gehts für Apple steil aufwärts. (Bild: Keystone)

Apple befindet sich auf der Überholspur: Der Elektronikkonzern konnte im Weihnachtsquartal den Absatz der iPhones beinahe verdoppeln. Das schlägt sich wiederum bei rekordhohen Umsatz- und den Gewinnza

Veröffentlicht am 25.01.2012

Apple ist so erfolgreich wie noch nie: Eine rekordhohe Nachfrage nach den neuen iPhone-Handys und den iPad-Tabletcomputern hat den Gewinn im Weihnachtsquartal auf unter dem Strich 13,1 Milliarden Dollar getrieben. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum.

Zum Vergleich: Der über Jahre bestverdienende aller Technologiekonzerne, Microsoft, hat im gleichen Zeitraum die Hälfte verdient. «Das ist einfach der Wahnsinn», lauteten die ersten Kommentare von Börsianern zu den Apple-Zahlen, die am späten Dienstag publiziert wurden. Der Konzern übertraf die Erwartungen bei weitem.

Apple verkaufte im Weihnachtsquartal 37 Millionen seiner iPhone-Handys und überbot damit den bisherigen Rekord von 20,3 Millionen locker. «Wir könnten nicht zufriedener sein», sagte der neue Konzernchef Tim Cook in einer Telefonkonferenz.
Viele Kunden hätten gewartet, bis das neue iPhone 4s im Oktober herausgekommen sei, und dann zugeschlagen, begründete Cook den gewaltigen Sprung bei den Verkäufen.

Cook: Keine Konkurrenz für iPad

Auch bei den iPad-Tabletcomputern sprengte Apple mit 15,4 Millionen verkauften Exemplaren alle Rekorde. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Während beim iPhone mittlerweile die Android-Smartphones eine ernsthafte Konkurrenz sind, sieht Cook das iPad nahezu konkurrenzlos.

Die Mac-Computer verkauften sich ebenfalls bestens: 5,2 Millionen gingen über den Ladentisch, was einem Zuwachs von 26 Prozent entspricht. Besonders beliebt waren die Notebooks. Die Nachfrage nach den iPod-Musikspielern ging hingegen um 21 Prozent auf 15,4 Millionen Dollar zurück.

Kommt ein Apple-TV?

«Apple ist unglaublich stark unterwegs, und wir haben noch einige erstaunliche Produkte in der Hinterhand», sagte Cook. Details nannte er wie üblich nicht. Fast schon sicher scheint, dass noch im Frühjahr die neue Version des iPad herauskommt. Die Produktion ist nach Informationen von US-Medien bereits angelaufen.

Immer wieder wird auch über einen Apple-Fernseher spekuliert, nachdem Jobs in seiner Biografie Andeutungen gemacht hatte. In dem Bereich hat Apple bislang nur einen kleinen Kasten zu bieten, der Fernsehsendungen oder Spielfilme aus dem Internet lädt und auf den Fernseher bringt, das Apple TV. «In Sachen Umsatz und Verkaufszahlen ist das für uns immer noch ein Hobby», sagte Cook.

Umsatz um 73 Prozent gesteigert

Doch selbst ohne einen Apple-Fernseher sind die Geschäftszahlen beeindruckend: Der Umsatz im ersten Geschäftsquartal stieg angesichts der Rekordverkäufe um 73 Prozent auf 46,3 Milliarden Dollar. Apple hat nun 97,6 Milliarden Dollar auf der hohen Kante liegen - in bar oder in Wertpapieren. Damit stieg der Kassenbestand binnen lediglich drei Monaten um 16 Milliarden Dollar.

Es war das erste volle Quartal unter der Führung von Tim Cook. Firmengründer Steve Jobs war am 5. Oktober im Alter von 56 Jahren nach einem langen Krebsleiden gestorben. Wenige Wochen zuvor hatte er das Geschäft endgültig an Cook übergeben, der davor bereits für das Tagesgeschäft verantwortlich war. Jobs' Tod hatte die Fans weltweit erschüttert.

(rcv/muv/sda)

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