Apple schreibt in einer Mitteilung, dass bestimmte Netzteile in «äusserst seltenen Fällen» brechen könnten. Zudem könne bei Berührung das «Risiko eines elektrischen Schlags» bestehen. Die betroffenen Netzteilstecker aus den Jahren 2003 bis 2015 sollten deshalb bei Apple gegen ein überarbeitetes Modell ausgetauscht werden.

Der Konzern hat nach eigenen Angaben Kenntnis von zwölf Fällen. Auf der Webseite können Kunden die genauen Typen, die ausgetauscht werden, nachschauen. Die betroffenen Stecker wurden laut Apple mit Macs und anderen iOS-Geräten in Kontinentaleuropa, Australien, Neuseeland, Südkorea, Argentinien und Brasilien verkauft. Nur Netzteile aus China, Grossbritannien, Hongkong, Japan und den USA seien nicht betroffen.

Fehlerfreie Stecker haben Regionscode

Der Stecker müsse ausgetauscht werden, wenn sich an der Innenseite der Verbindungsstelle eine vier- oder fünfstellige Zeichenkette befinde oder sich dort gar keine Kennzeichnung befinde. Die fehlerfreien Stecker haben dort einen Regionscode aus drei Buchstaben – zum Beispiel «EUR».

Ob sich die Konkurrenz über das Malheur freuen kann, ist indes fraglich. Denn vor wenigen Tagen musste Microsoft die Netzteile einiger Surface-Pro-Tablets zurückrufen. Und 2015 hatte es HP getroffen. Die Firma musste im August Millionen Ladekabel wegen Brandgefahr aus dem Verkehr ziehen. In früheren Jahren waren auch Lenovo, Dell, Toshiba und Fujitsu von ähnlichen Problemen betroffen.

(gku/chb)