Der US-Technologiekonzern Apple hat am ersten Wochenende nach eigenen Angaben fünf Millionen neue iPhones verkauft. «Die Nachfrage nach dem iPhone 5 ist unglaublich gewesen», erklärte Apple-Chef Tim Cook.

Wegen der grossen Nachfrage sei die neue Generation des Multimediahandys vorübergehend ausverkauft gewesen. «Wir arbeiten hart daran, dass alle Kunden so schnell wie möglich ein iPhone 5 in die Hände bekommen.»

Zum Verkaufsstart des iPhone 5 am vergangenen Freitag hatten sich vor Apple-Geschäften in mehreren Ländern lange Schlangen gebildet. Branchenexperten schätzen, dass der Konzern bis Jahresende 50 Millionen neue iPhones absetzen könnte.

Nachlassende Innovationskraft

Das neue Modell verfügt dank LTE-Technologie über eine schnellere Internetverbindung, ein neues Betriebssystem und einen grösseren Bildschirm. Das aus Glas und Aluminium gefertigte Telefon wiegt 20 Prozent weniger als das Vorgängermodell.

Branchenkenner bemerkten allerdings, dass Apples Innovationskraft im Vergleich zur mit dem Google-Betriebssystem Android ausgestatteten Konkurrenz nachgelassen habe. Für Unmut sorgte die Qualität des neuen Kartendienstes von Apple. Nutzer klagten über falsch gesetzte Ortsmarken in dem Programm.

Analysten und Anleger enttäuscht

Trotz der grossen Nachfrage hat Apple die teils sehr hohen Erwartungen der Analysten verfehlt. Die Aktie des wertvollsten Unternehmens der Geschichte gab am Montag zu Börsenstart an der Wall Street deutlich nach und eröffnete mit einem Minus von knapp 2,3 Prozent bei 684 Dollar.

Zuvor hatte etwa Technologieanalyst Gene Munster von Piper Jaffray in der vergangenen Woche «im schlechtesten Fall» sechs Millionen verkaufte Geräte prognostiziert. Maximal hatte er zehn Millionen erwartet.

(aho/vst/sda)

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Apple: Die Geschichte des Kult-Konzerns

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Die Väter der Kultfirma sind «die beiden Steves». Gemeinsam Mit Ronald Wayne (nicht im Bild) starteten sie am 1. April 1976 den Konzern. Wayne gab seine Anteile an der Firma allerdings für gerade einmal 2300 Dollar schon bald wieder auf.