Dass 3D-Drucker immer mehr können, ist klar. Wie weit die Technologie aber heute schon ist, zeigt der brandneue Airbus A350 XWB. Laut einem Bericht der BBC stammen bereits mehr als 1000 Teile des Fliegers aus dem Drucker. Das sind mehr als in jedem anderen Flugzeug, das bisher auf dem Markt ist.

Die Neuerung ist laut Experten ein wichtiger Schritt. Die Flugzeugteile aus dem Drucker würden nicht nur die Produktionszeit und Kosten reduzieren, sondern auch den Einsatz neuer Werkstoffe ermöglichen.

«Beispiellos»

«In diesem Ausmass ist der Einsatz des 3D-Druckers sicher beispiellos», so James Woodcock, von der Tech-PR-Firma Rapid News. «Historisch wurden Teile aus dem 3D-Drucker mehrheitlich in Militärflugzeugen eingesetzt und nicht bei Passagierfliegern.»

Ein grosser Erfolg ist die noch nie dagewesene Anwendung des Druckers bei Airbus vor allem für den amerikanischen Zulieferer Stratasys, der die Teile hergestellt hat. Der europäische Flugzeugbauer hatte die Firma engagiert, um die knappen Liefertermine einhalten zu können.

Im Dezember ausgeliefert

«Ingenieure der Luft- und Raumfahrt verlassen sich bei der Fertigung von Prototypen, Werkzeugen und Bauteilen auf die FDM-Technologie (Fused Deposition Modeling)», schreibt Stratasys auf der deutschen Webseite.

Der erste Airbus A350 XWB wurde im Dezember an Qatar Airways ausgeliefert. 780 Maschinen sind bestellt. Das bedeutet viel Arbeit für die Druckmaschinen.

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