Patrick Warnking, Chef von Google Schweiz, äusserst sich erstmals zu den heftigen Attacken der Schweizer Verleger. Das vom Verlegerverband geforderte Leistungsschutzrecht lehnt er ab: «Wir glauben, dass das für die Nutzer schlecht ist», sagt er im Interview mit der «Sonntagszeitung».

«Auch renommierte Juristen und Wirtschaftsexperten halten dies für eine Reglementierung, die schädlich in das Internet und die Volkswirtschaft eines Landes eingreift.» Es stehe überdies jedem Medienhaus frei, darauf zu verzichten, seine Links auf Google anzubieten.

Warnking plädiert für einen Kompromiss wie in Belgien: «Das ist auf jeden Fall die richtige Richtung.» Google Belgien wirbt auf den Plattformen der Presse für seine Dienste, im Gegenzug nutzen die Zeitungen die Möglichkeiten von Google, um für neue Leser zu werben.

(jev)