Zwischen Juli und Ende September werde die Bruttomarge bei zirka 47 Prozent erwartet und damit deutlich höher als in den beiden Quartalen davor, teilte ASML im niederländischen Veldhoven mit. Damit dürfte dieser für Analysten wichtige Wert deutlich höher ausfallen als bislang von den Experten erwartet. Beim Umsatz geht der Konzern im Vergleich zum Vorquartal mit einer Stagnation bei rund 1,7 Milliarden Euro aus. Damit dürfte das Betriebsergebnis im dritten Quartal deutlich zulegen.

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Im zweiten Quartal sei der Umsatz im Vergleich zum Jahresauftakt dank deutlich mehr verkaufter Maschinen und einem höheren durchschnittlichen Verkaufspreis um ein Drittel auf 1,74 Milliarden Euro gestiegen. Die Bruttomarge habe wie im Vorquartal 42,6 Prozent betragen. Der Überschuss habe bei 354 Millionen Euro gelegen - das ist ein Anstieg um fast 80 Prozent. Da die Preise für Halbleiterprodukte stark schwanken, ist bei Chipkonzernen und deren Zulieferern der Quartalsvergleich üblicher als derjenige zum Vorjahreszeitraum.

Günstig für Aktionäre

Die Margenprognose könnte der Aktie weiteren Auftrieb geben. Die Aktie konnte bereits in den vergangenen Tagen deutlich zulegen und näherte sich wieder dem Rekordhoch vom Frühjahr 2015 in Höhe von 104,85 Euro. Mit einem Plus von fast 15 Prozent im bisherigen Jahresverlauf ist das Papier der bisher grösste Gewinner im EuroStoxx 50 , dem Auswahlindex der Eurozone. Mit einer Marktkapitalisierung von fast 41 Milliarden Euro ist das Unternehmen an der Börse mehr wert als zum Beispiel der Autozulieferer Continental , die Deutsche Post oder Adidas.

(awp/chb/ama)