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Computervirus «DNS-Changer: Schweizer Rechner betroffen

Der Virus leitet die Nutzer auf betrügerische Seiten weiter. (Bild: Keystone)

Auch in der Schweiz grassiert der Computervirus DNS Changer. Mehr als 20'000 Schweizer haben ihre Rechner bereits getestet.

Veröffentlicht am 15.01.2012

Mindestens vier Millionen Rechner weltweit sind vom Computervirus DNS-Changer betroffen, darunter nun offenbar auch Rechner in der Schweiz, wie die Zeitung «Der Sonntag» berichtet. Die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) rechne damit, dass tausende Schweizer Rechner betroffen sind.

Bei infizierten Rechnern leitet der Virus die Nutzer bei der Abfrage populärer Seiten auf Internetseiten weiter, auf denen kriminelle Aktivitäten stattfinden. Schon im November 2011 flogen die Kriminellen auf, das amerikanische FBI stellte ihre Server sicher. Um die betroffenen Rechner nicht sofort vom Internet abzuschneiden, setzte das FBI korrekt arbeitende Server ein. Diese sollen jedoch am 8. März abgeschaltet werden, wie das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) meldet.

Die Computer mit dem Virus sind nach der Serverabschaltung vom Internet abgeschnitten. Seit Donnerstag empfehlen die Behörden deshalb allen Internetusern, ihren PC auf die Schadsoftware zu überprüfen. Sowohl das FBI als auch das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) haben eigens eine spezielle Website aufgeschaltet– und der Zulauf ist gross. Pro Tag greifen 3000 Schweizer auf die Seite des FBI zu. Über die deutsche Seite dns-ok.de sind es sogar über 4000 Besucher, wie die Telekom auf Anfrage der Zeitung  «Der Sonntag»  mitteilt. Mehr als 20'000 Schweizer haben somit ihren PC bereits getestet.

(laf)

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