Apple wächst weiter kräftig. Der Umsatz des US-Konzerns nahm im zweiten Quartal um rund 27 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 58 Milliarden Dollar zu. Der Gewinn kletterte von 10,2 auf 13,6 Milliarden Dollar. Das iPhone verkauft sich nach wie vor blendend.

Im zweiten Geschäftsquartal verkaufte Apple 61,2 Millionen iPhones, wie aus einer Mitteilung vom Montag hervorgeht. Das sind 40 Prozent mehr als vor Jahresfrist, aber nicht ganz so viele wie im fulminanten Weihnachts-Quartal. Das Apple-Smartphone bleibt mit einem Umsatzanteil von zwei Dritteln das wichtigste Produkt für Apple.

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Computer legen gegen Trend zu

Die Verkäufe der Mac-Computer legten gegen den dauerhaft schwachen Branchentrend um zehn Prozent auf 4,56 Millionen Geräte zu. Die Macs bringen jetzt wieder etwas mehr Umsatz ein als die iPads.

Die Tablets bleiben das Sorgenkind: Die iPad-Verkäufe gingen um 23 Prozent auf 12,6 Millionen Stück zurück. Apple-Chef Tim Cook räumte ein, dass das grosse iPhone 6 Plus und einige Macs wahrscheinlich Käufer vom iPad weglockten.

Lukratives Luxus-iPhone

Der Erfolg des iPhone 6 macht das Smartphone-Geschäft für Apple noch lukrativer. Der durchschnittliche Preis eines Apple-Telefons stieg im Jahresvergleich um 62 Dollar auf 658 Dollar. Nur im Weihnachtsquartal waren die Kunden mit im Schnitt 687 Dollar noch spendabler.

Mit dem Verkaufsplus geht weiterhin die Strategie von Cook auf, den Vormarsch günstiger Smartphones mit dem Google-System Android entgegen Empfehlungen vieler Branchenexperten nicht mit einem «Billig-iPhone» zu kontern. Der Absatz der iPhones und Schwellen- und Entwicklungsländern sei im vergangenen Quartal um 63 Prozent gestiegen, sagte er.

Grosses Potenzial

Cook betonte, er sehe noch grosses Potenzial: Erst ein Fünftel der Kunden hätten ein iPhone 6. Zudem sei der Anteil der Nutzer, die von Android wechselten, nach wie vor höher als bei früheren iPhone-Modellen.

Keine Zahlen lieferte Apple zum Absatz der neuen Apple Watch sowie des bisher nur in den USA verfügbaren Bezahldiensts Apple Pay. Zur Uhr sagte Cook lediglich, dass die Nachfrage grösser sei als der Vorrat.

Erfolg in China

Im Berichtszeitraum war China erneut ein wichtiger Wachstumstreiber. Der Umsatz stieg in der Volksrepublik im Jahresvergleich um 71 Prozent auf 16,8 Milliarden Dollar. Das Riesenreich ist nun nach dem amerikanischen Kontinent der umsatzstärkste Markt für Apple.

Im Gegensatz zu vielen anderen US-Unternehmen konnte Apple trotz ungünstiger Währungskurse auch in Europa ein Wachstum verzeichnen: Die Erlöse stiegen um zwölf Prozent auf 12,2 Milliarden Dollar.

Cash-Berg und Aktienrückkäufe

An die Aktionäre sollen nun weitere 70 Milliarden Dollar ausgeschüttet werden. Damit bekommen sie insgesamt 200 Milliarden Dollar, von denen gut 100 Milliarden sie bereits erreichten. Zudem erhöhte der Konzern die Quartalsdividende um elf Prozent auf 52 Cent je Aktie.

Apple sitzt mittlerweile auf einem Geldberg von 193,5 Milliarden Dollar. Die Reserven stiegen damit binnen drei Monaten um rund 15,5 Milliarden. Mit 171 Milliarden Dollar liegt der Grossteil davon ausserhalb der USA. Apple-Aktien stiegen nachbörslich um 1,6 Prozent.

(sda/ise/gku)