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Ausstand
In Deutschland wird bei Amazon erneut gestreikt

Arbeiterin in Bad Hersfeld: Amazon wird erneut bestreikt. Keystone

Beim Onlinehändler Amazon geht der Arbeitskampf in die nächste Runde. Die Gewerkschaft will den US-Konzern weiter zur Aufnahme von Verhandlungen über Löhne und Arbeitsbedingungen bewegen.

Veröffentlicht am 30.03.2015

Beim Versandhändler Amazon im deutschen Bad Hersfeld haben Beschäftigte erneut ihre Arbeit niedergelegt. «Der Streik hat mit der Nachtschicht begonnen», sagte Mechthild Middeke von Verdi Hessen am frühen Montagmorgen. Auch in Leipzig traten Amazon-Beschäftigte in den Ausstand.

In der Frühschicht sollten ihnen Kollegen an den Standorten Koblenz (Rheinland-Pfalz) sowie Rheinberg und Werne (beide NRW) folgen. Das Unternehmen sichert seinen Kunden eine pünktliche Zustellung bis Ostern zu, wenn bis Dienstagabend bestellt wird.

Verdi will bessere Arbeitsbedingungen

Die Gewerkschaft Verdi will Amazon zur Aufnahme von Tarifverhandlungen bewegen - zu den besseren Bedingungen des Einzel- und Versandhandels. Das Unternehmen lehnt das ab und verweist darauf, dass sich die Bezahlung der Mitarbeiter am oberen Bereich der Logistikbranche orientiere.

Weil Amazon nicht einlenkt, kommt es seit dem Frühjahr 2013 immer wieder zu Streiks. In Bad Hersfeld wurde zuletzt Mitte März gestreikt.

(sda/gku)
 

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