Das verpixelte Passbild zeigt einen Mittzwanziger mit braver Kurzhaarfrisur, der auch locker für 19 durchgehen würde. Daneben der lapidare Vermerk: «Zur Zeit bin ich bei Google.» Das ist die Homepage von Google-Mitbegründer Sergey Brin von 1998, aus seiner Zeit in Standford.

Das Web-Dokument entstand kurz vor dem Google-Mega-Boom und wirkt aus heutiger Sicht rührend naiv.  So erwähnt Brin neben eigenen Web-Erfolgen mit Stolz, dass die Grundschule seines Bruders und seine Eltern ebenfalls im Internet vertreten seien.

Google-Mitgründer versteckte Botschaft im Quellcode

Dass der gewiefte Programmier tatsächlich aber alles andere als unschuldig war, verrät eine geheime Botschaft in seinem Lebenslauf, den Brin etwa zur gleichen Zeit online stellte. Die Technikseite «Hacker News» entdeckte das sogenannte Easter Egg, das Brin im Quelltext der Seite (Rechtsklick auf die Seite, Seitenquelltext anzeigen) versteckt hat und das am Wochenende im Netz die Runde machte. Dort fasst er unter der Überschrift «Ziele» zusammen, was er sich für die Zukunft erträumt:

<!--<H4>Objective:</H4> A large office, good pay, and very little work. Frequent expense-account trips to exotic lands would be a plus.-->

Brin, der Google mit Larry Page gegründet hat, ging es also um ein grosses Büro, gute Bezahlung, Reisen – und wenig Arbeit. An seinem Gehalt dürfte der Multi-Milliardär – sein derzeitiges Vermögen wird auf 31,8 Milliarden Dollar geschätzt – wenig auszusetzen haben. Ob der heutige Technikchef von Google allerdings tatsächlich so wenig Arbeit hat, wie er sich einst erträumte, das sei dahingestellt.

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