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Luftfahrt
Erster A380 wird aus dem Verkehr gezogen

Erster A380 wird aus dem Verkehr gezogen
A380: Grosser Flieger, kleine Zukunft? Keystone

Singapore Airlines kündigt den Leasingvertrag über einen A380. Das kann die Debatte über die Zukunft des Jumbos befeuern – es ist umstritten, ob Riesenflieger dieser Art noch gebraucht werden.

Erstmals ist ein Airbus A380 ausser Betrieb genommen worden. Singapore Airlines bestätigte am Donnerstag einen Bericht der Website flightglobal.com, wonach der Superjumbo zum Ablauf des zehnjährigen Leasingvertrags geparkt worden sei. Die Maschine werde an die Gesellschaft Dr. Peters mit Sitz in Dortmund zurückgeführt, hiess es in einer E-Mail. Das deutsche Unternehmen und Airbus lehnten eine Stellungnahme ab.

Die Fluggesellschaft hatte Mitte September angekündigt, den Leasingvertrag für ihren ersten A380 nicht mehr verlängern zu wollen. Insgesamt will Singapore bis Juni 2018 vier Superjumbos zurückgeben. Gleichzeitig stellt die Gesellschaft neue Maschinen dieses Typs mit umgebauten Kabinen in den Dienst.

Nachfrage zurückgegangen

Der Schritt dürfte die Debatte über die Zukunft des A380 anfachen, besonders wenn sich die Suche nach einem neuen Leasingkunden hinziehen sollte. Die Nachfrage nach dem Superjumbo ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen, weil deutlich gesunkene Betriebskosten die Attraktivität kleinerer Flugzeuge erhöht haben. Der US-Rivale Boeing, dessen Grossraummodell 747-8 sich ebenfalls nur schwach verkauft, sieht keine Zukunft mehr für Maschinen dieser Grösse. Dem widerspricht Airbus.

(reuters/me/ise)

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