Wer auf Facebook unterwegs ist und einen Freund anklickt, staunt mitunter nicht schlecht: «Ist dies der echte Name deines Freundes», steht in einem Pop-Up-Fenster geschrieben  - mit den möglichen Antwort-Optionen «Ja», «Nein», «Ich kenne diese Person nicht» und «Ich möchte nicht antworten». Facebook hat die Echtheit dieser im Netz kursierenden Screenshots gemäss einem Bericht von «Spiegel Online» bestätigt.

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Es handle sich um einen Test, mit dem Fake-Accounts - also fingierte Nutzer des sozialen Netzwerkes - identifiziert werden sollen. Facebook ruft de facto also auf, möglicherweise auch enge Freunde zu verraten. «Das Netzwerk will zum weltweiten Melderegister werden», so der Bericht: Echte Namen, echte Personen, alles andere ist verboten.

Facebook begründe den Aufruf zur Denunziation damit, dass man die Plattform «sicherer» machen wolle. Trotzdem können Pseudonyme einen durchaus ernsten Hintergrund haben - beispielsweise bei Stalking-Opfern, aus Angst vor Repression oder ganz einfach auf Grund von Sorge um den Datenschutz.

Natürlich ist ein Klarnamen-Facebook insbesondere auch für Strafverfolgungs-Behörden interessant: «Sie nutzen das soziale Netzwerk bei Ermittlungen, mit echten Namen kann die Polizei einfacher arbeiten.»

Wie «Spiegel Online» festhält, hat Facebook nach Erscheinen des Artikels präzisiert, dass die beim Test gesammelten Informationen lediglich «aggregriert» und «zu statistischen Zwecken» ausgewertet würden.

(vst/rcv)