Zum Auftakt der Mobilfunkmesse Mobile World Congress präsentiert das Mozilla-Projekt ein neues Konzept für günstige Smartphones. Das Firefox OS wird zum Start von 18 Mobilfunkanbietern unterstützt.

Der Name Firefox steht ab sofort nicht mehr nur für einen Internet-Browser, sondern auch für eine neue Kategorie von Smartphones: Das dahinter stehende Non-Profit-Unternehmen Mozilla stellte an der Fachmesse Mobile World Congress (MWC) in Barcelona unter dem Namen Firefox OS ein weiteres Betriebssystem für Handys vor - in Konkurrenz zu Apple, Google, Microsoft oder Blackberry.

Diese Basis-Software für mobile Geräte werde zur Einführung von 18 Mobilfunkanbietern unterstützt, teilte Mozilla-Chef Gary Kovacs am Mobile World Congress (MWC) in Barcelona mit. «Das Internet sollte nie von irgendwelchen Firmen kontrolliert werden», forderte Kovacs mit Blick auf die führenden Unternehmen der Branche.

«Internet zu den Massen bringen»

Als erste Geräte stellte Mozilla zwei Smartphones der Hersteller Alcatel und ZTE vor. «Es werden noch weit mehr kommen», sagte Kovacs.

Die Software nutzt ausschliesslich offene Web-Standards. Zielmärkte sind vor allem Schwellenländer wie Brasilien und Indien, wo sich die Menschen die teuren Smartphones der Marktführer kaum leisten können. «Es ist unsere Aufgabe, das Internet zu den Massen zu bringen», sagte der Vorstandschef der norwegischen Telefongesellschaft Telenor, Jon Fredrick Baksaas.

Ersteinführung in Lateinamerika

Die ersten Smartphones mit dem roten Fuchsschwanz-Symbol werden nach Angaben von Mozilla zuerst in Brasilien, Kolumbien und Mexiko eingeführt. Als erstes westeuropäisches Land wird Spanien genannt.

Unter den weltweit 18 Mobilfunkbetreibern sind auch América Móvil, China Unicom, die Deutsche Telekom, Sprint, Telefónica und Telstra. Die Technik des Systems baut auf einem Linux-Kern auf und ist ganz auf Web-Standards wie HTML5 und JavaScript ausgerichtet.

(jev/aho/sda)

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