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Gericht bestätigt: Handys können Hirntumore auslösen

Zusammenhang von Hirntumor und Handybenützung von Gericht in Italien bestätigt. (Bild: Keystone)

In Italien hat das Oberste Gericht in Rom ein wegweisendes Urteil gefällt: Es bestätigte einen Zusammenhang zwischen Handystrahlung und einer Tumorerkrankung eines 60-Jährigen.

Veröffentlicht am 19.10.2012

Der italienische Geschäftsmann Innocente Marcolini ist an einem Hirntumor erkrankt und klagte vor Gericht. Marcolini führte aus, er habe während 12 Jahren täglich bis zu sechs Stunden telefoniert. Sein Hirntumor wuchs genau an der Seite im Kopf, auf welcher er jeweils mit dem Telefon am Ohr gesprochen hatte.

Gestern entschied nun das Oberste italienische Gericht, dass es einen «kausalen Zusammenhang» zwischen dem «starken Telefongebrauch und dem Wachstum» des Tumors gebe. Gegenüber der englischen «Sun» sagte der Betroffene: «Ich wollte es aufgezeigt haben, dass es einen Zusammenhang mit meiner Krankheit und dem gebraucht des Mobiltelefons gibt.»

Zusammenhang Handy-Tumor gerichtlich bestätigt 

Dieses Urteil in Italien dürfte Auswirkungen auf Produzenten von Mobiltelefonen haben. Der Onkologe Professor Angelo Gino Levis spricht in der «Sun» von einem «extrem wichtigen Urteil» weil es schliesslich den «Zusammenhang zwischen Erkrankung und Handystrahlung bestätigt.»

Medienanwälte erwarten laut «Sun» nun eine Klageflut. Wobei nicht klar ist, wie die Gerichte ausserhalb Italiens die Entscheide des Obersten italienischen Gerichtes anwenden werden.

(tke/vst)

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