1. Home
  2. Digital Switzerland
  3. Google lanciert eigene Videotelefonie per App

Konkurrenz
Google lanciert eigene Videotelefonie per App

Google-App «Duo»: Neuer Service für Videotelefonie. Keystone

Der Internetgigant startet mit der App «Duo» einen Angriff auf Facebook und Microsoft. Wie damit Geld verdient werden soll, ist indes noch offen. «Duo» wird nicht mit dem Google-Konto verbunden.

Veröffentlicht am 16.08.2016

Google will mit einer neuen App stärker bei Videoanrufen mitmischen. Der Internet-Konzern brachte am Dienstag die im Mai angekündigte Anwendung «Duo» heraus. Es ist ein dicht besetzter Markt: Die App tritt gegen Videogespräche unter anderem im Facebook Messenger oder Microsofts Skype an, zudem hat Apple den Dienst Facetime, der allerdings nur auf Geräten des Konzerns läuft. Von Google selbst gab es bereits den Dienst «Hangouts», doch «Duo» soll einfacher zu nutzen sein und eine bessere Qualität bieten. Der Internet-Riese reagiert mit dem Neustart auch darauf, dass «Hangouts» in der Gunst der Nutzer von der Konkurrenz abgehängt wurde.

Eine Funktion von «Duo», die andere Services bisher nicht haben, heisst in der deutschen Version «Kuckuck»: Es ist die Möglichkeit, das Bild des anrufenden Nutzers zu sehen, schon bevor man entscheidet, ob man den Anruf annimmt. Neben «Duo» wurde auf der Entwicklerkonferenz Google I/O im Mai auch der Kurzmitteilungsdienst «Allo» angekündigt.

Facebook und WhatsApp ebenfalls am Start

Die beiden Anwendungen könnten später miteinander verzahnt werden, sagte Google-Manager Nick Fox der «Financial Times». In Facebooks Messenger sind Text und Video bereits in einer App zusammengeführt. Zudem wird auch vom Dienst WhatsApp, der ebenfalls zum weltgrössten Online-Netzwerk gehört, eine Videotelefonie-Funktion erwartet. Beide Apps haben jeweils mehr als eine Milliarde Nutzer.

Google habe keine Pläne, mit dem Produkt Geld zu verdienen, sagte Fox. Anders als «Hangouts» wird «Duo» nicht mit dem Google-Konto eines Nutzers, sondern ähnlich wie WhatsApp mit der Telefonnummer verknüpft. Die App soll auch bei schlechten Datenverbindungen funktionieren und damit für den Einsatz in Entwicklungsländern optimiert sein.

(awp/gku/ama)

Anzeige