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Google steigert Umsatz und Gewinn - Gründerduo festigt seine Macht

Der Internetkonzern Google hat im ersten Quartal Umsatz und Gewinn erheblich gesteigert - und das trotz Investitionen. Die Gründer Larry Page und Sergej Brin wollen derweil ihre Macht mithilfe einer n

Veröffentlicht am 13.04.2012

Der Internetkonzern Google hat im ersten Quartal 2012 einen Gewinn von 2,9 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Das sind 61 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Für Google ist das insofern erstaunlich, als das Unternehmen in neue Produkte und Mitarbeiter investiert hatte.

«Google hatte ein weiteres grossartiges Quartal», erklärte Mitgründer und Konzernchef Larry Page am Firmensitz im kalifornischen Mountain View. Die «grossen Wetten» auf das Handy-Betriebssystem Android, den Browser Chrome oder die Videoplattform Youtube hätten sich ausbezahlt.

Google-Aktien im Steigflug

Der Umsatz von Google stieg um 24 Prozent auf 10,6 Milliarden Dollar. Der Grossteil der Einnahmen stammte dabei wie gehabt aus der Werbung im Umfeld der Suchmaschine. Google ist hier Marktführer vor Microsoft mit seiner Suchmaschine Bing und dem mit Microsoft verbündeten Internet-Urgestein Yahoo.

Neben den Quartalszahlen sichert sich das Gründerduo von Google seine Macht im Internetkonzern. So wollen Larry Page und Sergej Brin mit einer neuen Aktienstruktur dafür sorgen, dass sie auch künftig das Sagen haben. «Unsere Herzen hängen an Google», schrieben sie in einem veröffentlichten Brief an die Aktionäre. Mit der neuen Struktur solle sichergestellt werden, dass sie ihre Visionen auch umsetzen könnten. «Wir haben entschieden, dass die Bewahrung des Gründer-basierten Ansatzes im besten Interesse von Google ist.»

Der Plan: Die bisherige Google-Aktie wird de facto geteilt. Alle Anteilseigner erhalten zusätzlich zu ihrer stimmberechtigten eine stimmrechtslose Aktie, die genauso gehandelt werden kann wie ihr «grosser Bruder». Der Vorteil liegt darin, dass künftig etwa die Bonusausschüttungen an Mitarbeiter oder die Bezahlung von Übernahmen mittels dieser stimmrechtslosen Aktien passieren können. Die Macht im Unternehmen verschiebt sich dadurch nicht.

Aktie könnte durch den Split mehr Käufer anlocken

Angenehmer Nebeneffekt: Die Aktie sieht durch den Split günstiger aus und könnte mehr Käufer anlocken. Das Papier steht momentan bei gut 650 Dollar - ungewöhnlich viel für eine Unternehmensaktie. Deshalb sollen die Anteilseigner für jedes Papier eine stimmrechtslose Aktie erhalten.

Der Plan für den Aktiensplit ist derweil bereits vom Verwaltungsrat abgesegnet worden. Nun muss er noch die für den 21. Juni angesetzte Hauptversammlung passieren. «Angesichts der Tatsache, dass Larry, Sergej und Eric die Mehrheit der Stimmrechte kontrollieren und dieses Vorhaben unterstützen, rechnen wir damit, dass es durchgeht», sagte Chefjustiziar David Drummond. Mit Eric ist Eric Schmidt gemeint, der langjährige Konzernchef und jetzige Verwaltungsratsvorsitzende. Er hatte als Teil seiner Vergütung grosse Aktienpakete bekommen.

(muv/chb/sda/awp)

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